Zum Hauptinhalt springen

Abschied ohne Wehmut

Schlichte Feier zum Schluss: Im Silo Langenthal werden im neuen Jahr keine Kurse für Asylsuchende mehr angeboten.

Ein fröhliches Stimmengewirr erfüllt den Kursraum im zweiten Stock des alten Silos am Mühleweg. Asylsuchende und Freunde sind gekommen, um mit den Mitarbeitenden Abschied zu feiern. Ende Jahr beendet das Schweizerische Arbeiterhilfswerk sein Engagement. Wegen Geldmangel werden keine Kurse für Asylsuchende mehr angeboten. Wehmut mag an der Feier allerdings nicht aufkommen. Stattdessen wird geplaudert und gelacht. Rolf Geiser, Leiter Silo Langenthal, schaut nicht zurück, sondern in die Zukunft: «Es wird etwas weiterleben von dem, was wir hier geschaffen haben.» Vielleicht geschehe ja noch ein Wunder zur Rettung des Integrationsprogramms. Im Silo konnten Asylsuchende Deutschkurse besuchen, einen Werkunterricht oder das Nähatelier. Ein Mittagstisch und ein Sonntagstreff für Frauen wurden geboten. Im Internetcafé wurden Kontakte zur Heimat und zu Freunden geknüpft. Die Leute trafen sich im Silo aber auch einfach zum Plaudern oder zum Feiern von Festen. Mit Respekt begegnet «Wir wollten die Menschen stark machen für die Begegnungen mit unserer Kultur», betont Rolf Geiser. Nur wer in seiner eigenen Kultur verankert sei, könne sich fremden Kulturen öffnen. Man sei den fremden Kulturen und Religionen immer mit Respekt begegnet. Dass dieser Respekt aber auch von den Asylsuchenden gefordert wurde, zeigte der Chor der Asylsuchenden: Er sang den Gästen traditionelle Weihnachtslieder vor. Prisca Rotzler Köhli >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch