AFA modernisiert Busse und Einstieg

Adelboden

An der Generalversammlung der AFA wurde ein Gewinn ausgewiesen, und die Busse und Autos fuhren im letzten Jahr eine Million Kilometer.

Die neue Anzeige in den AFA-Bussen.

Die neue Anzeige in den AFA-Bussen.

(Bild: Rösi Reichen)

Im AFA-Bus (Automobilverkehr Frutigen-Adelboden), der die Aktionäre zur Generalversammlung in Adelboden chauffierte, konnten die Fahrgäste erstmals das neue dynamische Fahrgastinformationssystem als Test im Einsatz sehen. Jede Haltestelle wurde angezeigt und sogar die Anzahl Minuten bis zum Halt angegeben. Aber das ist noch nicht alles. Per Signal wird eine eventuelle Verspätung ans Betriebsleitsystem mit Anschluss an die Datendrehscheibe des Kantons Bern übermittelt. Auf dem Handy können Reisende die Anschlusszüge abrufen und die Ankunftszeit ermitteln. Das System wird heuer eingeführt.

In Adelboden sind ein behindertengerechter Autohof und Haltestellen geplant und ein Neukonzept des Ortsverkehrs. Die achtzig anwesenden Aktionäre fackelten nicht lange: Der Jahresbericht und die Jahresrechnung wurden genehmigt, der Verwaltungsrat entlastet.

Gute Zahlen

Der Ertrag in der Erfolgsrechnung liegt mit 8,6 Millionen Franken etwas tiefer als im Vorjahr, der Jahresgewinn um die 37500 Franken. Die Passiven betragen 7,5 Millionen Franken, das Eigenkapital 3,1 Millionen Franken. Der Bilanzgewinn von rund 421600 Franken ist auf die neue Rechnung übertragen worden und setzt sich aus dem Gewinn 2017 von 384200 und den 37500 Franken aus dem Bilanzgewinn 2018 zusammen. Der höchste Betrag bei den Ausgaben sind die Personalkosten mit 4,1 Millionen Franken. Eine knifflige Aufgabe sind die Dienstpläne für die Fahrer, die total eine Million Kilometer pro Jahr zurücklegen.

Die Frequenzen haben 2018 gesamthaft um 2,5 Prozent zugenommen. Die Anzahl Vollzeitstellen ist im Jahr 2018 auf 52,8 gestiegen, gegenüber 51,2 im Vorjahr. Der Grund dafür sind die Linie Laubbärgli (Lenk) im Sommerbetrieb und von St. Stephan ins Skigebiet Lengebrand, die im Winter bedient wird. Die Linie zum Gilbach (Adelboden) wird jetzt ganzjährig betrieben.

Bedauert wurde, dass die AFA den Zuschlag für den ausgeschriebenen Busbetrieb Zweisimmen–Boltigen nicht mehr bekommen hatte. Der Geschäftsführer Paul Graf rührte die Werbetrommel: «Wir legten zu bei Tages-, Mehrtages-, Rund-, Konzert-, Advents-, Individualreisen.» Der Taxidienst für Adelboden und Frutigen wurde ausgebaut. «Die Werkstatt in Frutigen lagerten wir auf den 1. Januar an die Interbus AG, Kerzers, aus, die alle Mitarbeiter der Technik übernahm und weitere Arbeitsplätze schafft.»

Ein Besucher freut sich, dass beim neuen, dynamischen Fahrgastinformationssystem keine Werbung, sondern schöne Bilder aus der Region zu sehen sind, die Touristen auf die Ferien einstimmen. Der Verwaltungsratspräsident Beat Luginbühl schränkte ein, dass Eigenwerbung, etwa für Reisen der AFA, und allenfalls Informationen für das Weltcuprennen aufgeschaltet würden und später auch bezahlte Werbung.

Berner Oberländer

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