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AKW Mühleberg: Staudamm wird zur Hypothek

BKWDie Atomaufsicht hat Zweifel daran, dass der Wohlensee-Staudamm erdbebensicher ist. Deshalb muss die BKW im Eiltempo neue Berechnungen liefern.

Bricht er, oder bricht er nicht? Das ist die grosse Frage rund um die Sicherheitsbeurteilung des Atomkraftwerks Mühleberg. Der Wohlensee-Staudamm spielt dabei eine Schlüsselrolle. Kommt die eidgenössische Atomaufsicht Ensi zum Schluss, dass der 1920 erbaute Damm einem Megaerdbeben, wie es sich nur alle 10000 Jahre ereignet, nicht standhält, müsste die BKW Mühleberg wohl vorzeitig stilllegen. Gestern forderte das Ensi von der BKW mit Nachdruck neue Berechnungen. Anlass war der EU-Stresstest, dem sich die fünf Schweizer Atomkraftwerke nun erstmals unterzogen haben. Die Resultate hätten ergeben, dass das bisherige Zahlenmaterial zum Staudamm nicht genügt, hielten die Ensi-Verantwortlichen vor den Medien fest. Die BKW hat jetzt nur gerade zwei Wochen Zeit, um neue Berechnungen zur Standfestigkeit der Staumauer nachzureichen. Was passiert, falls die BKW die Frist nicht einhält, liess Georg Schwarz vom Ensi offen. Bereits im vergangenen November tauchte eine Studie auf, die Zweifel an der Erdbebensicherheit des Staudamms anbrachte. Pikant: Die BKW selbst hatte die Studie in Auftrag gegeben und sie danach monatelang unter Verschluss gehalten. Es waren schliesslich die AKW-Gegner von Fokus Anti-Atom, welche die Untersuchung öffentlich machten. Die neuen Berechnungen sollen nun definitiv Klarheit über den Zustand des Damms schaffen. Insgesamt ergab der EU-Stresstest ein positives Bild der Schweizer Atomkraftwerke. Die fünf Schweizer AKW seien in gutem Zustand und erreichten im internationalen Vergleich einen hohen Sicherheitslevel, hielt das Ensi fest. Bezüglich Erdbebensicherheit müssen jedoch alle Schweizer AKW noch Nachweise nachliefern.phmSeite 11>

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