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Alexejews persönliche «Sternstunde»

Sieg gegen den Meister: Wacker Thun hat das Heimspiel gegen GC Amicitia Zürich 23:21 gewonnen. Bei den überzeugenden Oberländern ragte Torhüter Marius Alexejew mit 21 Paraden heraus. Die Zürcher enttäuschten schwer.

Im Frühsommer hatte die Spielgemeinschaft GC Amicitia Zürich mit dem Schweizer-Meister-Titel und dem Cupsieg für Furore gesorgt. Noch sind die Zürcher in der Champions League engagiert – Schlagzeilen schrieben sie zuletzt jedoch fernab des Handballfeldes. Der Klub geriet in finanzielle Bredouille und zog in Erwägung, die Bilanz zu deponieren. Mittlerweile hat sich die Lage beruhigt, der Tabellendritte sollte die Saison ohne Verlust abschliessen können. Dies ist hauptsächlich dem Umstand zu verdanken, dass mit den Torgaranten Basic und Behrends zwei (nicht ganz billige) Ausländer den Verein Anfang Monat verliessen. Daraus konnte Wacker Thun Profit ziehen – die überzeugenden Oberländer gewannen das Heimspiel gegen den Favoriten 23:21. Überragender Alexejew Dass der Meister den Glanz der letzten Saison dieser Tage vermissen lässt, zeigte sich bereits in der Startphase. Die Partie war zunächst von Nervosität geprägt, im Angriff agierten beide Equipen fehlerhaft. Nach 20 Minuten hatte Wacker erst 4 Treffer erzielt, dass die Thuner den Anschluss nicht verloren, hatten sie in erster Linie Torhüter Marius Alexejew zu verdanken. Der 27-Jährige hielt 21 Schüsse und parierte teils mirakulös; mit seinem Auftritt erinnerte er an den zurückgetretenen Suik-Houng Lee. «Ich erlebte meine Sternstunde. Dieses Spiel gibt mir Selbstvertrauen, zuletzt machten sich bei mir viele Leistungsschwankungen bemerkbar.» Nach einer ereignisarmen ersten Halbzeit (8:9) drückten die Thuner dem Spiel den Stempel auf und führten zeitweise mit 3 Treffern. GC Amicitia schaffte nochmals den Anschluss, die Zürcher präsentierten sich – anders als Wacker – über weite Strecken aber als heterogenes Ensemble. Pause bis im Februar Trainer Martin Rubin sprach von einem «sehr starken Auftritt». «In der Deckung haben wir uns gegenüber den letzten Partien massiv steigern können.» Auch er fand für Alexejew, welcher nach Weihnachten mit dem estnischen Nationalteam WM-Qualifikationsspiele bestreitet, lobende Worte. «Er war heute wie eine Mauer im Tor.» Nun folgt für Wacker Thun eine sechswöchige Pause, das nächste Spiel bestreiten die Oberländer am 7.Februar beim Ligakrösus Kadetten Schaffhausen. Die Batterien seien leer, die Pause komme zum richtigen Zeitpunkt, sagte Rubin. «Es ist enorm wertvoll, dass wir kurz vor dem Jahreswechsel ein Ausrufezeichen gesetzt haben.» Die Bilanz nach 17 Partien fällt zwiespältig aus. «Wir stehen ungefähr da, wo wir hingehören (8.Rang/die Red.). Uns fehlen 4 Punkte.» An die Finalrunde denke er nicht, sagte der Teamchef. «Wichtig ist, dass wir in jedem Spiel Fortschritte erzielen, auch im Hinblick auf die neue Saison.» Am 4.Januar nimmt Wacker den Trainingsbetrieb wieder auf. Mit dabei sein wird Spielmacher Jakub Szymanski. Der Tscheche, der sich Ende November erneut einer Knieoperation unterziehen musste, soll wie die zuletzt verletzten Linder, von Deschwanden und Zeller im Februar ein Comeback geben. Philipp RindlisbacherTelegramm Seite 14>

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