Alpaufzug: In der Hitze auf die Engstligenalp

Adelboden

Bei hohen Temperaturen erfolgte am Samstag das Alpaufzugspektakel auf die Engstligenalp. Zuschauer aus der ganzen Schweiz kamen.

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Beinahe war es noch dunkel, als Sennen und Treiber am frühen Samstagmorgen ihre Tiere im Wald suchten und fanden, um möglichst früh ihre Herde auf die Alp zu treiben. Durch die Felsen hinauf unterdrückte zeitweise der tosende Wasserfall je nach Wind das Glockengeläut.

Frühaufsteher und Schaulustige, die aus der ganzen Schweiz angereist waren, liessen sich schon mit der ersten Gondel um 5 Uhr hochziehen. Nach einem guten «Älplerzmorge» begaben sie sich zum Triest oder zur «Alplegi» (das Tor zur Alp), um das Aufzugspektakel von oben zu verfolgen,

Nachdem das Vieh um 6.15 Uhr die letzten steilen Stufen überwunden hatte, begannen sich die Tiere am frischen und kühlen Gras zu laben. Es gab auch einige, die die Mühe nicht scheuten, den ganzen Weg mitzulaufen, um den seit Jahren beliebten Alp­aufzug mit ihrer Kamera fest­zuhalten.

Eine 6-jährige Kuh überlebte die Strapazen nicht

Das heisse Wetter Unter dem Birg zeigte vor dem «Zügeltag» noch bis zu 25 Grad, was den Tieren auch stark zusetzte, sodass eine 6-jährige Kuh kurz nach der Ankunft auf der Alp einem Herzversagen erlag.

Werner Egger, der schon 61 Jahre auf der Alp verbracht hat, sagte: «Äso öppis hani i mym ganzä Läbä no nie gseh; der Strubel gseht ja uus wie im Uggschtä! Am Zügeltag ischt där no nie eso blutta gsy wie hüür!»

Um den über tausend Personen, unter welchen auch Asiaten waren, welche auf die Engstligenalp kamen, gerecht zu werden, hatte das Personal in den Restaurants alle Hände voll zu tun.

Inversionslage verursacht einen Wetterwechsel

Während des Alpaufzugs ver­ursachte eine Inversionslage am Samstagmorgen einen Wetterwechsel. Langsam schlich der Nebel durch das Engstligental herein. Auf der Engstligenalp kam es zu einem interessanten Wechselspiel von Nebel, Wind, Sonne und Schatten, das Gäste zusätzlich mit ihren Kameras zur Erinnerung an den Alpaufzug 2017 festhielten. Dankbar waren auch die Bergleute über den in der Nacht gefallenen Regen, da der Boden auf der Alp sehr trocken war.

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