Alpkäse bringt 18 Millionen Franken ins Oberland

Thun

Der Alpkäse ist ein Wirtschaftsfaktor im Berner Oberland. Rund 18 Millionen Franken sei die Wertschöpfung, rechnete Regierungsrat Christoph Ammann vor.

Insgesamt 178 Stimmberechtigte und zahlreiche Gäste nahmen an der Generalversammlung von Casalp teil.

Insgesamt 178 Stimmberechtigte und zahlreiche Gäste nahmen an der Generalversammlung von Casalp teil.

(Bild: Stefan Kammermann)

«Der Alpkäse ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die Landwirtschaft im Berner Oberland», sagte Regierungsrat Christoph Ammann (SP) am Dienstag an der 25. Generalversammlung der Vermarktungsorganisation Casalp auf dem Expo-Gelände in Thun.

178 Stimmberechtige und zahlreiche Gäste waren gekommen, um vom Volkswirtschaftsdirektor die Bedeutung der Alpwirtschaft im Kanton Bern zu erfahren. «Rund 18 Millionen Franken ist dessen Wertschöpfung», betonte der Regierungsrat.

Angesprochen waren damit die rund 12 bis 13 Tonnen Alp- und Hobelkäse, die jährlich auf den etwa 500 Alpen im Berner Oberland produziert werden. Diese Wertschöpfung sei wichtig für das Berner Oberland und besonders für jeden einzelnen Alp- und Landwirtschaftsbetrieb.

Ammann ermunterte die Produzenten, die Qualität hoch zu halten und damit verbunden auch den Preis für die Qualitätsprodukte. «Damit gelingt es, einen guten Lohn für eure Arbeit zu generieren.»

«Hondrich gesichert»

Der Regierungsrat wies auch auf die Beratung hin, die vorab das Inforama am Standort Hondrich zur Verfügung stellt. «Für mich ist der Standort Hondrich in Zukunft gesichert, ich werde mich dafür einsetzen», betonte der Regierungsrat. Zumal die Alpwirtschaft nicht nur mit Käseproduktion, sondern ebenso mit dem Erhalten der Alpen zu tun habe.

Was nicht zuletzt zum Beispiel auch dem Tourismus im Kanton zugutekomme. Um den Erhalt der Alpen zu sichern, sei auch klar, dass die Politik im Kanton Bern eine entsprechende Rolle spielen müsse, um die Verordnung über die Direktzahlungen schweizweit zu erhalten.

«Das Wetter ist verrückt»

In seinem Jahresbericht ging Casalp-Präsident Hans Kohler auf die Wetterkapriolen im vergangenen Jahr ein. «Das Wetter ist verrückt, zum Glück ist das unser Wärter der Natur», meinte er. Die Trockenheit habe zum Beispiel zu Zwangsverkäufen von Rindern geführt, was den Preis in den Keller trieb.

Hans Kohler hatte auch Positives zu vermelden: «Die Käsequalität war sehr gut.» Er hob auch hervor, dass die Berner Alpkäsemeisterschaft im Naturpark Diemtigtal im vergangenen Jahr gelungen war. «Nur so gelangen wir weiter und können die hohe Qualität auf diesem Niveau halten.» Zudem gelte es weiter auf nationaler Ebene Präsenz zu markieren. Dazu hat Casalp verschiedene Marketingmassnahmen im Plan und mit Schwinger Patrick Gobeli einen Botschafter.

Die Jahresrechnung präsentierte Barbara Gafner. Bei einem Aufwand von 410600 Franken wurde ein Überschuss von 6200

Franken verbucht. Das Eigenkapital beträgt knapp 89000 Franken. Das Budget 2020 rechnet mit einem kleinen Gewinn von 370 Franken, bei einem Aufwand von knapp 425000 Franken. Neu in den Vorstand gewählt wurden Niklaus Walker, Lenk, und Reto Siegrist, Geschäftsführer Molkerei Schönried. Sie ersetzen Ueli Tritten und Bruno Buchs.

Berner Oberländer

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