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Als«Hacker» verleumdet

prozessDas Bundesgericht hat einen Firmenchef verurteilt, der einen Ex-Angestellten bei dessen neuem Arbeitgeber als «vorbestraften Hacker» angeschwärzt hat.

Das Bundesgericht in Lausanne hat damit ein Verdikt der St. Galler Justiz bestätigt. Der Firmenchef hatte dem Informatiker im August 2006 gekündigt. Wenige Tage später wurde der Web-Server des Unternehmens gehackt. Anstelle der dort angesiedelten Kunden-Webseiten erschien nur noch ein Kriegsbild. Der Geschäftsinhaber erstattete deswegen Anzeige gegen seinen kurz zuvor gefeuerten Angestellten. Die Berner Justiz sprach diesen 2008 allerdings von den Vorwürfen des unbefugten Eindringens in ein Datenverarbeitungssystem und der Datenbeschädigung frei. Das hinderte den Chef nicht daran, seinen Ex-Angestellten kurze Zeit später bei dessen neuem Arbeitgeber als «gefährlichen» und «vorbestraften Hacker» anzuschwärzen. Der Informatiker erhob nun seinerseits Anzeige. Die St. Galler Justiz verurteilte den Firmeninhaber wegen mehrfacher übler Nachrede zu einer bedingten Geldstrafe von 30 Tagessätzen à 60 Franken. Zudem wurde er verpflichtet, 1200 Franken Schadenersatz und 800 Franken Genugtuung zu leisten. Das Bundesgericht hat die Beschwerde des Mannes nun abgewiesen und das Urteil gegen ihn bestätigt. Laut den Richtern in Lausanne sind die Vorwürfe «vorbestraft» und «Hacker» zu Recht als ehrverletzend eingestuft worden. Die Anschuldigungen seien geeignet, dem Ruf des Betroffenen zu schaden, ein ehrbarer Mensch zu sein.sda>

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