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Alt werden neben dem Schloss

UtzigenRundsicht auf die Berner Alpen, ein Schloss in der Nachbarschaft: Die neuen Alterswohnungen sind bei Senioren beliebt – nur noch eine von 30 ist frei. Gestern wurden die Neubauten eingeweiht.

Fast genau zwei Jahre nach dem Spatenstich knallten gestern die Champagnerkorken. «Heute feiern wir die Taufe unserer neuen Kinder», begrüsste Fanny Geiger die rund 60 geladenen Gäste am gestrigen Einweihungsfest. Eine Stunde zuvor hatte Geiger ihr Amt als Verwaltungsratspräsidentin der Genossenschaft Wohn- und Pflegeheim Utzigen abgelegt. Ihre Nachfolge übernimmt Daniel Wegmüller, Finanzverwalter der Stadt Thun. Getauft werden sollen die «Kinder» laut Geiger auf den Namen «Zukunftsorientierte Innovation»: Die zwei Neubauten mit 30 Seniorenwohnungen und das neue Therapiegebäude erfüllten die Minergiestandards und besässen modernste Infrastruktur, erklärte «Mutter» Geiger stolz. Trägerschaft im Oberland Schon seit Anfang Jahr sind die Wohnungen bezugsbereit. Nur noch eine einzige der 12 2½-Zimmer-Wohnungen steht leer, für die 18 3½-Zimmer-Wohnungen gibt es eine Warteliste. Die Bewohner – etwa 42 Personen, 13 Katzen und 6 Hunde – sitzen bereits auf ihren Balkonen mit Rundsicht auf Jura und Vor- und Hochalpen. Die meisten von ihnen stammen aus der Region Vechigen-Worb, einige aber auch aus der Region Thun. Historisch bedingt wird die Genossenschaft Wohn- und Pflegeheim Utzigen vor allem von Berner Oberländer Gemeinden getragen. Die Nationalrätin und Thuner Gemeinderätin Ursula Haller nahm deshalb auch an der Einweihung teil. Selbstständige Seniorinnen Monatlich bezahlen die Senioren zwischen 1375 und 1775 Franken. Darin ist einzig die Miete inbegriffen – Reinigung, Waschdienst oder Mahlzeiten buchen die Bewohnerinnen und Bewohner nach Bedarf. «Unsere Senioren wollen selbstständig bleiben und sich nicht wie in einem Hotel fühlen», meint Projektleiter Ulrich Pagel. Die Zahlen geben ihm recht: Nur gerade zwei der meist weiblichen, allein stehenden Bewohnerinnen nutzen den Reinigungsdienst; die Wäsche machen alle noch selbst. Ob, wie einst geplant, bald noch 30 weitere Wohnungen gebaut werden, steht noch nicht fest. Annatina Foppa>

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