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Altes Doktorhaus wird sanft saniert

SteffisburgIm laufenden Jahr soll das Doktorhaus im Oberdorf für rund 3 Millionen Franken saniert werden. Zeitgleich werden die dahinter liegende Scheune und eine Garage abgerissen. Für die Kunden der Dorf-Chäsi ändert sich vorerst nichts, allerdings könnte der Laden etwas schrumpfen.

Es ist ein auffälliges Haus, das aber etwas in die Jahre gekommen ist. Die Rede ist vom denkmalgeschützten Gebäude an der Oberdorfstrasse 25 in Steffisburg, von dem sogenannten Doktorhaus, in dem sich im Parterre die Dorf-Chäsi befindet. Nun soll das Gebäude einer Frischzellenkur unterzogen werden. Die Immobilienfirma CCB Real Estate AG hat ein entsprechendes Baugesuch publiziert; für das Projekt zuständig ist das Thuner Unternehmen Viktor Burri AG Architekten. «Weil das Haus geschützt ist, werden wir eine sanfte Sanierung vornehmen», sagt Stephan Renner, Mitinhaber und Geschäftsleitungsmitglied bei der Viktor Burri AG. Im hinteren Teil des Gebäudes entstehen fünf zusätzliche 3-Zimmer-Wohnungen sowie ein Atelier. Eine bestehende Wohnung wird zudem saniert. «Für die Kunden der Dorf-Chäsi wird sich nichts ändern, ebenso wenig für die Patienten des im Haus beheimateten Allgemeinmediziners», versichert Renner. Es sei aber möglich, dass durch den Einbau der neuen Wohnungen der Laden verkleinert werden müsse. Heute befindet sich dessen Lager im hinteren Teil des Hauses. «Das Lager können wir nicht im Untergeschoss unterbringen, da der Gewölbekeller aus Sicht der Denkmalpflege das Herzstück des Doktorhauses ist und deshalb anderweitig genutzt werden soll», erläutert Renner. Der Keller bekomme zusätzliche Nebenräume, die künftig multifunktional einsetzbar seien. Details zur Redimensionierung des Ladens gibt es zurzeit noch nicht. Strohhandel bleibt bestehen Zeitgleich mit der Sanierung werden die dahinter liegende Scheune (Hausnummer 27) sowie eine Garage (Nr. 29) abgebrochen. Die Scheune ist im Besitz der Landi Thun, die dort zurzeit unter der Woche vormittags einen Heu- und Strohhandel betreibt. «Wir werden dieses Angebot nach dem Abriss der Scheune auf jeden Fall weiterführen», erklärt Christoph Sigrist, Geschäftsleiter der Landi Thun. Wo künftig Heu und Stroh gekauft werden kann, ist derweil noch unklar: «Entweder wird der Handel in einem unserer Landi-Läden in der Region fortgesetzt oder aber direkt ab Hof bei einem Bauern. Wir haben nun ein Jahr Zeit, um uns nach einem geeigneten Ersatz umzusehen», sagt Sigrist. An der Stelle, wo jetzt noch die Scheune und die Garage stehen, sieht das Projekt einige provisorische Autoabstellplätze und einen Velounterstand vor. Baubeginn für 2012 geplant Abgesehen davon ist vorgesehen, die zwei Gebäude Nr. 27 und 29 nach dem Abriss vorerst nicht zu ersetzen. «Das geschieht im Hinblick auf die laufende Diskussion und Ideensammlung zur Entwicklung des Steffisburger Oberdorfs», erklärt Stephan Renner. «Somit bleiben für diese Fläche weiterhin alle Optionen offen.» Im Übrigen hängt die abwartende Haltung mit der geplanten Überbauung Scheidgasse – ein weiteres Projekt der Viktor Burri AG Architekten – zusammen, die unweit der Dorf-Chäsi-Parzelle zu liegen kommt und auf die Rücksicht genommen werden soll. Dennoch bildet das nun aufgegleiste Bauvorhaben den ersten Schritt zur Neugestaltung des Areals rund um Dorf-Chäsi, Restaurant Bären und Migros. Unter dem Strich beträgt das Investitionsvolumen für die Sanierung des Doktorhauses an der Oberdorfstrasse 25 gemäss Renner rund 3 Millionen Franken. Der genaue Zeitplan für das Projekt ist noch nicht definiert. «Es ist aber unser Ziel, im laufenden Jahr mit den Bauarbeiten zu beginnen», stellt Renner in Aussicht.Gabriel Berger>

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