Zum Hauptinhalt springen

Altes Viadukt erstrahlt in neuem Glanz

GstaadRechtzeitig zum Beginn des Tennisturniers kommen die Renovationsarbeiten am Eisenbahnviadukt zum Abschluss. Den ästhetischen Ansprüchen der Bevölkerung habe entsprochen werden können.

Seit dem 16.Mai fahren die Züge wieder über das Gstaader Eisenbahnviadukt. Während knapp dreier Wochen war das charakteristische Wahrzeichen des Dorfes für die letzten Sanierungsarbeiten gesperrt, und Ersatzbusse gewährleisteten den Personenverkehr. Nun sind die Gerüste fast vollständig weggeräumt, und die alte Brücke strahlt in neuem Glanz. «Ich bin fasziniert vom Resultat», sagt Eduard Merz, Leiter Infrastruktur von der Montreux-Berner-Oberland-Bahn (MOB). Die durchaus massive Verstärkung des bestehenden Brückenträgers sehe man vom Dorf aus nicht, die filigrane Bauweise der Brücke habe erhalten werden können, und auch das dezente Hellgrau trage einiges dazu bei, dass die Brücke so leicht erscheine, sagt der Leiter Infrastruktur. Dem Willen der Bevölkerung, die vor fünf Jahren mit einer Petition den «ästhetischen Erhalt der Brücke» verlangt hatte, habe entsprochen werden können. Schneller als geplant «Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf der Bauarbeiten», fasst Merz die letzten Monate zusammen. Der Brückenträger wurde mit einem neuen Korrosionsschutz versehen und verstärkt, «sodass die Brücke für weitere hundert Jahre halten wird». Die Sanierung drängte sich auf, nachdem die zunehmende Zuglast nicht spurlos an der ins Alter gekommenen Brücke vorbeigegangen war (wir haben berichtet). Im Übrigen sei die geplante Bauzeit von einem Jahr klar unterschritten worden. «Wir haben im Oktober begonnen und schliessen die Bautätigkeiten Mitte August ab.» Nach Abschluss der Mauerwerksanierung und der Demontage des Baugerüsts müsse einzig noch der Rasen rund um das Viadukt neu angesät werden. «Das Tennisturnier kann beginnen», so Merz. «Der Gstaader Bevölkerung gebührt ein grosses Dankeschön», so der Leiter Infrastruktur. Trotz intensiver Nachtarbeit sei bei der MOB keine einzige Lärmklage eingetroffen. Mit gutem Grund, denn zukünftig schlafen die Anwohner wohl noch besser. Zwecks Lärmreduktion hat sich die Montreux-Berner-Oberland-Bahn bei der Brückenrenovation für die Methode der Silent Bridge (stille Brücke) entschieden (wir haben berichtet). Dabei reduziert eine elastische Vergussmasse die Übertragung von Vibrationen auf den Brückenträger. Wie erste Rückmeldungen bestätigen, ist dieses Konzept offensichtlich erfolgreich.Ralph Stamm>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch