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Altlast oder interessantes Objekt?

Die Gemeinde Erlenbach hat kein Interesse am

«Der Gemeinderat von Erlenbach verzichtet darauf, den armasuisse Immobilien ein Angebot für den Kauf des in der Landwirtschaftszone liegenden Mischgebäudes in Latterbach zu unterbreiten.» So informiert die Gemeindeverwaltung der Niedersimmentaler Gemeinde. Das zum Verkauf stehende Gebäude liegt an der Strasse, die ins Diemtigtal führt, direkt bei der Abzweigung ins Industriegebiet Burgholz. «Das als erhaltenswert eingestufte Objekt dient keinen Interessen der Gemeinde, die Nutzungseinschränkungen sind zu gravierend», erklärte die Gemeindeverwalterin Sonja Wiedmer auf unsere Nachfrage. Am Erscheinungsbild und an der Umgebung dürfe nur wenig verändert werden und auch betreffend Parkplätzen sei nicht viel zu machen. Von 1943 bis 2006 genutzt Laut Inserat der armasuisse umfasst die Parzelle 1828 Quadratmeter, die Nutzfläche 498 Quadratmeter. Das 1943 erbaute Gebäude ist mit allen erforderlichen Werkleitungen erschlossen und wurde bis 2006 genutzt. Der dreigeschossige Massivbau mit Flachdach verfügt über keine Unterkellerung. Richtpreis der Liegenschaft: 126000 Franken. Gemäss Pressesprecher Kaj-Gunnar Sievert sind auf die Ausschreibung hin viele Angebote eingegangen: «Momentan läuft eine Nachgebotsrunde – über Namen und Angebote können wir keine Angaben machen.» Das Objekt habe der Armee als Verpflegungsmagazin und teilweise als Fabrikationsgebäude gedient. Gibt es Einschränkungen? Auf die Frage nach allfälligen Altlasten und Verkaufs-Handicaps meinte Sievert knapp: «Da sich das Objekt in der Landwirtschaftszone der Gemeinde Erlenbach befindet, muss die Käuferschaft nach Zuschlag – aber vor Vertragsabschluss – eine nachträgliche Baubewilligung des Kantons einholen.» Nach möglichen Nutzungsarten befragt, erklärte der Pressesprecher: «Gemäss Angaben des Kantons Bern aus der Vorprüfung sind Nutzungen für Dienstleistungsbetriebe wie Architektur, Ingenieurbüro, Versicherung sowie als Lager denkbar.» Momentan wird der Vorplatz zur Zwischenlagerung von Grosscontainern mit irgendwelchen Recyclingmaterialien genutzt. Beim «Innenleben» des Gebäudes handle es sich um eine eher einfache Ausstattung, welche sich jedoch in einem guten Allgemeinzustand befinde, sagt Kaj-Gunnar Sievert. Kein Naturpark-Info-Point Eine Nutzung des Gebäudes als Info-Point für den Regionalen Naturpark Diemtigal sei unter den gegebenen Umständen kaum möglich, meint Sonja Wiedmer. «Für ein solches Projekt haben wir in Absprache mit Diemtigen vorsorglich eine Zone mit Planungspflicht bei der Schiessanlage Brünnlisau ausgeschieden.» Laut dem Gemeinderatspräsidenten von Diemtigen, Martin Wiedmer, hatte seine Gemeinde «ein tiefes Kaufangebot gemacht, um den Fuss in der Türe zu haben». Man habe sich aber mittlerweile zurückgezogen. «Ein Info-Point lässt sich dort nicht realisieren, und der Preis ist offensichtlich stark gestiegen, da Lagerräume im weiteren Umfeld von Thun sehr gefragt sind.» Laut Kaj-Gunnar Sievert von armasuisse ist das Gebäude in Latterbach derzeit das einzige zum Verkauf stehende Objekt der armasuisse im Berner Oberland. Peter Rothacher >

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