Zum Hauptinhalt springen

Am Podium fehlen die Parlamentsgegner

ittigenDer Abstimmungskampf zum Gemeindeparlament ist eröffnet: Eine Podiumsdiskussion sorgt schon im Vorfeld für rote Köpfe.

Man wetzt nicht nur die Messer in Ittigen, man sticht bereits eifrig zu: Kaum eine Woche vergeht, in der sich die Gegner und Befürworter eines Gemeindeparlaments nicht zu Wort melden. In den Vereins- und Parteimitteilungen der Lokalzeitung «Bantiger Post» kreuzen die Befürworter des Initiativkomitees Gemeindeparlament und die Gegner des Komitees Pro Ittigen regelmässig die Klingen. Bisher begnügten sie sich damit, relativ nüchtern Argumente für oder gegen ein Parlament vorzubringen. In den letzten beiden Ausgaben haben die Mitteilungen aber einen schärferen Ton angenommen. Der Grund ist eine Podiumsdiskussion, die das Initiativkomitee organisiert. Daran nehmen der Politologe Andreas Ladner und auf Seite der Befürworter, Mitinitiantin Gabriela Meister (SP) und der Zollikofer EVP-Gemeindeparlamentarier Roland Stucki teil. Die Gegnerseite besteht bloss aus Auswärtigen: dem Belper Nationalrat Andreas Brönnimann (EDU) und dem Wohlener Gemeindepräsidenten Eduard Knecht (FDP). «Im Namen aller bürgerlichen Parteien hat Pro Ittigen unsere Einladung zur Teilnahme am Podium nicht angenommen und will sich dem Streitgespräch nicht stellen», begründete das Initiativkomitee letzte Woche die Auswahl. Die Gegner schiessen zurück Diesen Vorwurf lassen weder Pro Ittigen noch die Bürgerlichen auf sich sitzen. In der aktuellen Ausgabe des Organs schiessen sie zurück: «Das Initiativkomitee hat das Konzept für diesen Anlass in allen wesentlichen Punkten selbst festgelegt und vier von sechs Auftretenden vorab bestimmt», kontert Pro Ittigen. Die Gegnerschaft sei «harsch und mit kurzer Frist» aufgefordert worden, zwei Teilnehmer zur Verfügung zu stellen. Auf den Vorschlag, nach den Sommerferien «gemeinsam und paritätisch einen kontradiktorischen Anlass zu veranstalten», sei das Initiativkomitee nicht eingegangen. In derselben Ausgabe distanziert sich die Bürgervereinigung Ittigen (BVI) als bürgerliche Partei vom Vorwurf, Pro Ittigen habe die Einladung im Namen aller bürgerlichen Parteien abgelehnt: «Pro Ittigen ist ein parteiloses Komitee. Die BVI ist für eine Teilnahme gar nie angefragt worden.» Das Initiativkomitee selber indes doppelt nach: «Zuerst sorgt Pro Ittigen dafür, dass weder eines seiner Mitglieder noch ein Vertreter der angeschlossenen Parteien teilnimmt – um dann das Podium als unausgewogen zu kritisieren.» Fazit: Wenn die Emotionen schon zwei Monate vor dem Entscheid dermassen brodeln, verspricht der Abstimmungskampf heiss zu werden. Sandra RutschiPodiumsdiskussion: Donnerstag, 30.Juni, 19.30 Uhr, Haus des Sports. Urnenabstimmung: 28.August. >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch