Antennenwald in Aeschi unerwünscht

Aeschi

An der Gemeindeversammlung Aeschi wurde gefordert, besser über Bauten von Funkantennen informiert und miteinbezogen zu werden.

Über Antennen für die Telekommunikation sollen in Aeschi künftig demokratisch beschlossen werden (Symbolbild).

Über Antennen für die Telekommunikation sollen in Aeschi künftig demokratisch beschlossen werden (Symbolbild).

(Bild: Urs Jaudas)

Innert kürzester Zeit hat Salome Lanz aus Aeschiried mit einer Bekannten 70 Unterschriften gesammelt und sie als Petition dem Gemeinderat überbracht. Um einem Antennenwald, viel Zwist und Ärger unter den Bürgern vorzugreifen und weil es sich um ein Thema mit gesundheitlichem Aspekt handle stelle sie den Antrag, dass: «Künftige Bauvorhaben der Telekommunikation (Antennen, Router, Umrüstungen usw) in der Gemeindeversammlung traktandiert, debattiert und demokratisch beschlossen oder abgelehnt werden. So auch für Private».

Es sei unglaublich wie Swisscom Privaten viel Geld anbiete, wenn ihr Haus einen guten Antennenstandort habe, sagte sie an der Gemeindeversammlung. «Wenn die Gemeinde nichts unternimmt steht Tür und Tor offen, viele weitere Antennen zu bauen. Es geht ja auch um unsere Kinder», fügte sie an.

Bis anhin haben zwei Baupublikationen im Anzeiger gereicht um eine Funkantenne zu bauen. Die Leistungen konnten bisher mit G4 Langwellen erbracht werden. Die Technologie wächst und es werden weitere Antennen nötig sein um das immer grössere technische Angebot den Kunden anzubieten. Daher sollen G5 Mikrowellen eingesetzt werden. Das beunruhigt Bürgerinnen und Bürger in der Region.

«Wir wissen nicht welche gesundheitlichen Auswirkungen G5 auf die Bevölkerung hat. Neuste Tests haben gezeigt, dass Bienen und Insekten ziemlich unmittelbar nach 5G-Bestrahlung gestorben sind», erklärte Lanz. In nächster Versammlung Tatsache sei, dass es viele Reklamationen gebe über schlechte Internet- und Natelverbindungen. Das sei, neben dem fehlenden Glasfasernetz - welches nun überraschenderweise doch eingezogen wird - für den Gemeinderat mit ein Grund gewesen, den Antennenbau zu bewilligen, erklärte Gemeindepräsidentin Jolanda Luginbühl.

Über den Antrag könne jedoch nicht beschlossen werden, da er nicht traktandiert sei. Der Erheblichkeitsantrag wurde von den 99 Stimmberechtigten mit 43 zu 23 angenommen. Somit wird das Begehren an der nächsten Gemeindeversammlung verhandelt. Ein IT-Spezialist schlug vor, eine themabezogene Orientierungsversammlung durchzuführen, um die Verunsicherung bei den Bürgerinnen und Bürgern zu beseitigen.

Mehr Steuereinnahmen

Gemeindekassier Fritz Portenier präsentierte der Versammlung die Rechnung. Der allgemeine Haushalt schliesst, bei einem Aufwand von 7,91 Millionen vor den Abschreibungen mit einem Ertragsüberschuss von 35'7002 Franken. Das ist eine Besserstellung gegenüber dem Budget von rund 30'000 Franken, welche im Wesentlichen durch die Mehrerträge bei den Steuern von rund 198'000 Franken über dem Budget.

Neben planmässigen Abschreibungen von 33'6361 Franken wurden, gemäss neuem Reglement, 20'614 Franken als zusätzliche Abschreibungen in die Finanzpolitische Reserve eingelegt. Die Spezialfinanzierungen ergaben einen Aufwandüberschuss von 23'138 Franken. Die Investitionen betrugen 3,272 Millionen Im Finanzvermögen von 11,325 Millionen sind flüssige Mittel von rund 3 Millionen enthalten. Die Rechnung wurde einstimmig angenommen. Ebenso die Kreditabrechnungen.

Als Nachfolger von Reto Sopranetti wurde Matthias Klopfenstein in die Schulkommission gewählt. Martin Müller geht in Pension. Während 20 Jahren war er Hauswart in Schulhaus und Gemeindesaal. Die Hauswartstelle im Primarschulzentrum übernimmt Beat Teuscher im Gemeindesaal hat Rolf Hari das Amt angetreten.

Berner Oberländer

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