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Arbeiten und fischen und feiern

Im nächsten Sommer

«125 Jahre alt wird ein Verein nicht einfach so», sagte André Morgenthaler, OK-Präsident für das OFVI-Jubiläumsfest, das am 8.August auf Interlakens Höhematte steigen soll. Und er betonte: «Dass der Verein dieses Jubiläum feiern kann, verdankt er all den Mitgliedern, die sich unermüdlich für die Pflege, den Schutz und die nachhaltige Nutzung von Fischbeständen und Gewässern eingesetzt haben – und die zugleich dafür sorgten, dass Genuss und Freude beim Fischen, beim Fischessen und bei gemeinsamen Anlässen nicht zu kurz kamen.» Seine Leistungen und Freuden will der OFVI an seinem Jubiläumsfest einer breiteren Öffentlichkeit zeigen, auch in der Hoffnung, eine neue Generation fürs Mitmachen zu begeistern. Und natürlich geht es beim Fest auf der Höhematte und beim Jubiläumsausflug an eine Fischausstellung in Solothurn vor allem auch um das Vergnügen. Eigene Aufzuchtanlage Neben dem Feiern und anderen geselligen Anlässen kündigte OFVI-Präsident Hans Meier für 2010 wieder ein Fliegenfischerkurs am Sulssee an. «Und wir brauchen wie immer viele Freiwillige für Arbeitseinsätze.» Besonders viel Frondienst brauchen Unterhalt und Betrieb der Aufzuchtanlage Neue Matte, die oberhalb Wilderswil auf Burgerland liegt. Und auch die Wiederherstellungsarbeiten nach dem Hochwasser 2005 werden fortgesetzt. 1471 Stunden Fronarbeit 2009 leisteten Freiwillige in der Neuen Matte 1471 Stunden Fronarbeit, wie Anlagenwart Vjeko Schafran am vergangenen Freitag an der Hauptversammlung berichtete. Eine Equipe kümmerte sich regelmässig um die Fütterung der Fische und sorgte dafür, dass die Tiere ständig in frischem, sauberem Wasser schwammen. An vier Arbeitstagen, an denen zum Teil auch Mitglieder des Burgerrates Wilderswil halfen, wurde ein weiterer, im Jahre 2005 verschütteter Teich ausgegraben. Dazu kamen verschiedenste Reparaturarbeiten und im Winter der Laichfischfang, bei dem über 45000 Bachforelleneier anfielen. Weitere Arbeitseinsätze gab es auch am Sägistalsee, einem Pachtgewässer des OFVI. In der Sägistalhütte wurde unter anderem eine Komposttoilette installiert; die Fischer hoffen, dass die Geruch neutralisierendere Alternative zum alten Güllefass trotz der langen, fürs Kompostieren ungünstigen Kälteperiode auf dieser Höhe funktioniert. Fischverkauf ausgebaut Für all seine Aktivitäten und Anlagen brauchte der OFVI mit seinen derzeit 232 Mitgliedern letztes Jahr 54137 Franken. Um den Aufwand zu decken, wurden unter anderem 8341 Franken Rückstellungen aufgelöst und der Fischverkauf ausgebaut. Obwohl das Budget 2010 noch einmal ähnlich aussieht und die Beiträge an den Schweizer Dachverband erhöht wurden, verzichtete der OFVI im Jubiläumsjahr auf eine Erhöhung der Mitgliederbeiträge. Für lebendige Gewässer Für Aufgaben, welche die Möglichkeiten eines einzelnen Vereins übersteigen, spannt der OFVI mit der Fischereipachtvereinigung Interlaken (PV), mit dem kantonalen oder schweizerischen Verband zusammen. Dazu gehört derzeit vor allem der Einsatz für eine Gewässerstrategie, die neue Kleinwasserkraftwerke nur dort zulässt, wo sie nicht lebendige Gewässer verbauen. Wie PV-Präsident Peter Fiechter an der HV berichtete, gibt es allein im Kanton Bern derzeit 90 Projekte für Kleinwasserkraftwerke, darunter schon wieder ein neues für das Sandweidli an der Lütschine – eine Stelle, die eben erst mit grossem Aufwand wieder für Fische passierbar gemacht wurde. Sibylle Hunziker • •www.ofvi.jimdo.com >

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