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Atomaufsicht zieht Lehren aus AKW-Unfall in Japan

FukushimaDie Schweizer Atomaufsicht will nach der technischen Sicherheitsüberprüfung der Schweizer AKW nun auch den Notfallschutz optimieren. Dies ist eine der Lehren aus der Katastrophe von Fukushima.

Bereits unmittelbar nach der AKW-Katastrophe im japanischen Fukushima hat die Schweizer Atomaufsichtsbehörde Ensi an die Adresse der AKW-Betreiber zahlreiche Verfügungen erlassen. Damit sollte die Sicherheit der Schweizer AKW garantiert werden. Nun hat das Ensi die dritte Analyse zum Unfall in Fukushima veröffentlicht. Darin kommt die Behörde zum Schluss: Die fünf Schweizer Atomkraftwerke sind sicher. Wie wird evakuiert? Dennoch lässt das Ensi insgesamt 37 Punkte überprüfen, die für Schweizer AKW relevant sind. 13 davon sind bereits umgesetzt. 12 Punkte werden von einer Arbeitsgruppe unter die Lupe genommen, die sich aus Vertretern der Kantone und des Bundes zusammensetzt. Die Gruppe soll prüfen, ob gesetzliche oder organisatorische Notfallschutzmassnahmen getroffen werden müssen. Sie muss beispielsweise Kommunikationsmittel, die Information der Bevölkerung oder Evakuierungen untersuchen. Für die Evakuierung Zehntausender Menschen besteht in der Schweiz, abgesehen von Schutzräumen, kein Konzept. Weiter stehen die Sicherheitskultur in den Atomkraftwerken und der Strahlenschutz auf dem Prüfstand. Ensi wird untersucht Auch die Aufsicht über die AKW wird geprüft – ein heikler Punkt. Das Ensi muss seine Aufsicht selber hinterfragen und die Transparenz erhöhen. Dazu wird sich das Ensi im November von Experten der Internationalen Atomenergiebehörde durchleuchten lassen. Andere Punkte sind noch völlig offen. Nicht beantwortet ist beispielsweise die Frage, wie nach Unfällen mit grossen Mengen kontaminierten Wassers und radioaktiven Abfällen umgegangen werden soll. Auch ist noch nicht gewährleistet, dass genügend Strahlenschutzpersonal vor Ort verfügbar ist.sda/phm>

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