Zum Hauptinhalt springen

Auf dem Barfuss-Wanderweg die Sinne neu entdecken

InnertkirchenAkupunktur, Kneippkur, Koordinationsschulung und Naturerlebnis: Der erste Barfuss-Wanderweg der Schweiz mit Steigung ermöglicht ab sofort Kindern und Erwachsenen die Entdeckung von Sinnen, welche die meisten von uns noch gar nicht kennen.

«Viermal tragen uns die Füsse während des ganzen Lebens um die Erde – und trotzdem vernachlässigen wir sie meistens sträflich»: Esther Bürgi will etwas gegen diesen gesellschaftlichen Gesundheitszerfall tun. Die diplomierte Innertkirchler Gesundheitsmasseurin baute im Gschliechtiwald zusammen mit der örtlichen Oberstufe der Realschule einen echt gesunden Barfuss-Wanderweg, der sämtliche Sinne und die verkümmerte Muskulatur wiederbeleben soll. Nun, «baute» ist vielleicht etwas weither geholt, denn die 51-Jährige behalf sich beim Bau statt fremder Baustoffe ausschliesslich natürlicher Objekte, die sowieso schon in der Natur lagen. Auf diese Weise entstand der erste Barfussweg der Schweiz mit 200 Metern Höhendifferenz. «Und das erst noch über einen selten begangenen Wanderweg zum Unterstock, den nicht mal die meisten Einheimischen kennen», ist Esther Bürgi überzeugt. So laufen die Begeher mit «blutten» Füssen über weiches Waldmoos, knorrige Wurzeln, kantige Steine, Baumstämme, durch Sumpf und das kühlende Wasser des Bergbaches am Unterstock. Belebung von Unterstock Die Einrichtung des Barfuss-Wanderwegs wurde möglich durch die Einwilligung der Gemeinde Innertkirchen, der betroffenen Bäuerten sowie privater Wald- und Landbesitzer. Den Unterhalt besorgt Esther Bürgi selber, unterstützt durch die Realschule Innertkirchen. Esther Bürgi verspricht sich durch den Barfussweg auch eine Wiederbelebung von Unterstock: «Vielleicht kommt der eine oder andere Bewohner dieses Weilers plötzlich noch auf die Idee, den Barfussgästen ‹Schlafen im Stroh› oder den Kauf von frischen Milchprodukten direkt ab Hof anzubieten. Touristisch bieten wir mit diesem gesunden Barfussweg jedenfalls schon mal Vollwertkost für Jung und Alt.» Sogar zutraulichere Wildtiere Der Barfuss-Wanderweg beginnt bei der Feuerstelle vis-à-vis des KWO-Hauptsitzes an der Grimselstrasse, am linken Aareufer. Die Begehung ist gratis. Beim Ausgangspunkt liegen dreisprachig verfasste Infobroschüren auf. Entlang des gut 500 Meter langen Barfussabschnitts zum Unterstock sind der Fantasie der Besucher keine Grenzen gesetzt. So zieren bereits einige Steinkreise und -bauten im Waldboden die Strecke. Auch Flora und Fauna bieten entlang des Pfades Unerschöpfliches: «Ich habe festgestellt, dass sich die Wildtiere uns Menschen gegenüber weniger ängstlich verhalten, wenn wir uns barfuss – weil eben natürlich – vorwärtsbewegen», sagt Bürgi. Ab Unterstock führt der mit weissen Füssen markierte Rundweg via Vordertal wieder zum Start zurück. Bruno Petroniwww.barfusswandern.ch>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch