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Auf der Suche nach Munition

Die Armee hat die Übersicht über die Soldaten verloren, die ihre Taschenmunition noch nicht

Im Juni 2007 beschloss der Bundesrat, dass die Armeeangehörigen ihre Taschenmunition abgeben müssen und ab 2010 nicht mehr zu Hause lagern dürfen. Bis Ende 2009 sollten sämtliche sich im Umlauf befindenden Munitionsdosen an den Rückgabestellen deponiert werden. Das Resultat des Rücklaufs ist allerdings ernüchternd: Statt der 257000 sind lediglich 198443 Dosen Taschenmunition abgegeben worden, wie gestern Armeesprecher Christian Burri auf Anfrage dieser Zeitung erklärte. Der Verbleib von 57063 Dosen Taschenmunition bleibt ungeklärt. Ein Teil dieser 57000 Dosen Munition fehlt offenbar nur in den Computern der Armee. Dies berichtete gestern die «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens. Das VBS ist auf der Suche nach der verschollenen Taschenmunition auf eine Datenpanne gestossen: Bei rund 100000 Soldaten sind die Angaben zur Rückgabe der Munition fehlerhaft. Ein grosser Teil der vermeintlich vermissten Munition wurde wohl längst retourniert. Die EDV-Systeme der Armee haben Ausgabe und Rücknahme der Taschenmunition bloss nicht genau genug erfasst. Am Montag startete die Armee einen Datenabgleich, um die fehlerhaften Datenbanken zu korrigieren. Von rund 100000 Wehrpflichtigen werden die Dienstbüchlein eingefordert. Über die nächsten Wochen gleichen Soldaten in der Freiburger Kaserne La Poya jedes einzelne Dienstbüchlein mit dem EDV-System der Armee ab. Etliche Soldaten haben ihre Munition wohl aber tatsächlich nicht abgegeben.pas/ma>

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