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Auf die erste Hürde folgt die grösste

VolleyballVolley Köniz ist der Einzug in den Playoff-Halbfinal gelungen. Die Bernerinnen besiegten Kanti Schaffhausen 3:0 (25:16, 25:23, 25:21). Nun wartet Voléro ZH.

Fragt man Köniz-Trainer Dirk Gross, welches das grösste Defizit seines Teams sei, kommt der Deutsche jeweils auf die Erfahrung zu sprechen, die seinen Spielerinnen fehle, um konstant gute Leistungen abrufen zu können. Nun, in der entscheidenden Phase der Meisterschaft, sind aber eben Erfahrung und Konstanz wichtige Erfolgsfaktoren. Auch deshalb bestanden im Vorfeld der zweiten Partie gegen Kanti Schaffhausen einige Fragezeichen. Würde es den Bernerinnen gelingen, ihre Leistung vor Wochenfrist konservieren zu können? Oder würden sie wieder einen Einbruch erleiden und eventuell sogar den Playoff-Halbfinal verpassen? Mit dem souveränen 3:0-Sieg in Schaffhausen gaben die Könizerinnen eine deutliche Antwort. Sie fanden sofort gut in die Partie und liessen nie Zweifel aufkommen, wer an diesem Tag die bessere Mannschaft ist. Müder Gegner Zweifellos profitierten sie auch von der Müdigkeit ihrer Kontrahentinnen. Kanti Schaffhausen war noch am Donnerstagabend in Finnland gefordert, wo es für sie gegen LP Salo eine deutliche Niederlage absetzte. Die Reisestrapazen und die Art und Weise des Ausscheidens haben bei den Munotstädterinnen Spuren hinterlassen. Im zweiten und dritten Satz verspielten sie jeweils mit vielen Eigenfehlern komfortable Führungen in der Schlussphase. «In den entscheidenden Momenten fehlte Kanti die geistige und körperliche Frische. Sie hatten den Kopf nicht frei», sagte Dirk Gross. Jedoch kannten seine Spielerinnen auch kein Pardon. Sie zeigten eine ansprechende Leistung. Sie waren in der Annahme stabil und schlugen vorzüglich auf. Zudem hatten sie die beste Akteurin auf ihrer Seite. Libera Maria Bertelli legte eine herausragende Performance auf den Boden der Schweizersbildhalle. Immer wieder hielt sie mit spektakulären Rettungsaktionen den Ball im Spiel. Übermächtiger Gegner Im Vergleich zur Partie vor Wochenfrist nahm der deutsche Übungsleiter zwei Wechsel vor. Für Barbara Dégi und Patricia Schauss agierten Sarina Schafflützel und Livia Caluori. Der mutige Schachzug erwies sich als richtig. Die jungen Schweizerinnen hielten dem Druck stand und zeigten gute Leistungen. Im Halbfinal kommt es nun zum Duell mit Voléro Zürich. Köniz ist zwar das einzige Team, welches die Ostschweizerinnen in dieser Saison zu schlagen vermochte, trotzdem rechnet sich Dirk Gross in der Best-of-5-Serie keine grossen Chancen aus. «Um Voléro dreimal schlagen zu können, müsste alles passen. Wir wollen einige Sätze gewinnen und versuchen, dem Publikum spannende Spiele zu liefern.» Dominic WuilleminRangliste/Telegramme Seite 26>

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