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Aus AKW tritt noch bis im Herbst Strahlung aus

FukushimaTepco, die Betreibergesellschaft der havarierten AKW-Anlage in Fukushima, hat erstmals einen Zeitplan für die Bewältigung der Atomkatastrophe vorgelegt.

Die japanische Regierung hatte Druck gemacht: Erstmals seit dem Beginn der AKW-Katastrophe in Fukushima hat die Kraftwerkbetreiberin Tepco einen Zeitplan zur Bewältigung der Havarie vorgelegt. Es würden noch sechs Monate benötigt, die beschädigten Reaktoren herunterzufahren, teilte Tepco gestern mit. Tepco-Präsident Tsunehisa Katsumata sagte, es werde drei Monate in Anspruch nehmen, das Austreten von Radioaktivität aus der Atomanlage durch das Schliessen von Lecks zu verringern. Danach werde es weitere drei bis sechs Monate dauern, «bis wir den Austritt radioaktiver Strahlung auf ein sehr geringes Mass zurückfahren können», indem die Temperatur in den Reaktoren und in den Abklingbecken für gebrauchte Brennstäbe gesenkt werde. Wirtschaftsminister Banri Kaieda äusserte sogar die Erwartung, dass die Bewältigung des schwersten Atomunglücks seit Tschernobyl noch länger dauern könnte. Das Kühlen der Brennelemente und das Herunterfahren der Reaktoren seien nur die ersten Schritte auf dem Weg zur Sicherheit. «Wahre Sicherheit wird es erst geben, wenn die Brennstäbe aus den Reaktoren entfernt worden sind.» Derweil will in der Schweiz der umtriebige Luzerner FDP-Nationalrat Otto Ineichen mit einer breiten Allianz aus Energiespezialisten aller Parteien einen milliardenschweren Energieumbaufonds schaffen. Dieser soll je zur Hälfte vom Bund und von den Energieunternehmen getragen werden. Mit einem 13-Punkte-Programm soll die Energiewende herbeigeführt werden, wie Otto Ineichen einen Bericht in der gestrigen «SonntagsZeitung» bestätigte. sda Seite 13+17>

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