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ausflugsbeizen

Migranten sind flexibler Der kantonale Wirteverband Gastrobern zeigt sich wenig erstaunt darüber, dass auf dem Längenberg gleich zwei tamilische Familien einen Betrieb übernommen haben. Bei Ausflugs- und generell bei abgelegenen Betrieben sei Folgendes von herausragender Bedeutung: Die Gewinnerwartungen dürfen nicht allzu gross sein, und gleichzeitig müssen die Wirte sehr flexibel sein. Das sagt Konrad Gerster, der bei Gastrobern die betriebswirtschaftliche Abteilung leitet. Für ihn kommt bei solchen Betrieben ein weiterer Aspekt zum Tragen: Die Wirte müssen ihre Gäste aktiv anziehen: «An solchen Standorten sind Individualität, das Eingehen auf die Gäste, Gastnähe gefragt», sagt Experte Gerster. Ist die Atmosphäre unpersönlich und austauschbar, bedeutet dies oft den Untergang des Lokals. Diese hohen Anforderungen schrecken viele Wirtsleute ab. Gerster stellt fest: «Viele Südländer haben die Eigenschaften, die es für solche abgelegenen Restaurants braucht, etwas stärker im Blut als Schweizerinnen und Schweizer.» Für ihn ist es also weniger eine Herkunfts- als vielmehr eine Mentalitätsfrage, wer sich für dieses spezielle Genre der Gastronomie eignet. Und wer dort erfolgreich überleben kann. Konrad Gerster stellt in der Praxis fest: «Männer und Frauen mit Migrationshintergrund haben gegenüber hiesigen Bewerbern oft weniger hohe Ansprüche an Verdienstmöglichkeiten und Lebenskomfort.» Eines der grössten Ausflugsrestaurants in der Region, die momentan zum Verkauf stehen, ist die Schwarzwasserbrücke. Wie im Bütschel-Geschneit und auf der Bütschelegg (siehe Haupttext) ist das Geschäft abhängig von der Witterung. Flexibilität ist also gefragt. Gemäss Wirt Walter Maurer haben bisher keine tamilischen Familien ein Interesse am Kauf angemeldet.Katharina Merkle>

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