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Autor Kamber spürt der Spionage nach

Der frühere Stadtliterat

Peter Kamber ist in Langenthal kein Unbekannter: Der gebürtige Zürcher Schriftsteller und Historiker war von 2003 bis 2004 Stipendiat der Lydia-Eymann-Stiftung. Hier beendete er Teil 2 seines rund 1400 Seiten umfassenden Romans «Geheime Agentin» und begann mit Teil 3. Acht Jahre dauerte die Arbeit an dem monumentalen Buch insgesamt. Es beruht auf akribischen Recherchen zur Spionage- und Gegenspionagetätigkeit während des Zweiten Weltkriegs. Schauplatz ist unter anderem auch die Schweiz. Grenze der Wahrnehmung Das Werk sei eine Kombination von Quellenstudien und Befragung von Zeitzeugen, sagte der 57-jährige Kamber am Dienstagabend in der Regionalbibliothek. «Es war mir ein Bedürfnis, bis an die äusserste Grenze der Wahrnehmung der Komplexität des Themas zu gehen.» Es sei ihm auch darum gegangen, Zusammenhänge aufzudecken und Geschichten zu erzählen, die sich überschneiden. Fakten und Fiktion Im Zentrum des Romans steht die britische Agentin Elizabeth Wiskemann, die auch aus der Schweiz operierte. Um sie herum legte der Autor die komplizierten Stränge von Geschichten weiterer Agenten und Gegenagenten sowohl auf Seiten der Schweiz und der Alliierten als auch auf jener Nazi-Deutschlands. Auf die Publikumsfrage, warum er sich gerade dieses Thema ausgesucht habe, antwortete der Schriftsteller: «In meinem Roman geht es um Lüge, Verstellung und Täuschung. Ich wollte aufzeigen, wie diese den Menschen prägen und krank machen.» Wo die Fiktion denn beginne, wollte ein weiterer Zuhörer wissen. «Dort, wo Widersprüche bestehen, habe ich im Rahmen des Plausiblen erfunden», sagte der Autor. Prisca Rotzler KöhliDer Roman «Geheime Agentin» von Peter Kamber kann im Buchhandel bezogen werden; Verlag Basisdruck GmbH, zirka 50 Franken. • www.peterkamber.ch >

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