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Bäume fällen für Anflug

Hohe Bäume im Naturschutzgebiet Selhofenzopfen gefährden den

Fussgänger haben in der Auenlandschaft nichts zu suchen und 2004 wurden hier gar Biber gesichtet: Der Wald im Selhofenzopfen liegt beim Zusammenfluss von Aare und Gürbe und wurde als Naturschutzgebiet ausgeschieden. Der Selhofenzopfen liegt jedoch auch in der Anflugschneise des Flughafens Bern-Belp. Einzelne Bäume im nordöstlichen Teil des Gebiets sind so hoch gewachsen, dass sie den Flugbetrieb gefährden. Die ersten Bäume werden Anfang Jahr gefällt. Weichen müssen sämtliche Bäume mit einer Höhe über 25 Meter. Wie viele es sind, ist unklar. Jährlich zurückgeschnitten Gemäss Sicherheitszonenplan des Flughafens müssen die Hindernisse für die Flugzeuge beseitigt werden. Deshalb liess der Flughafen jährlich die zu hohen Tannen zurückschneiden. Mit den Einzelaktionen soll jetzt aber Schluss sein: Neu wurde für den Selhofenzopfen ein Bewirtschaftungskonzept erarbeitet. Daran beteiligt waren die Flughafenbetreiberin Alpar AG, der Staatsforstbetrieb sowie das Naturschutzinspektorat des Kantons Bern. «Der Naturschutz leidet nicht, wenn beim Fällen der Bäume richtig vorgegangen wird», sagt Urs Känzig vom kantonalen Naturschutzinspektorat. Würden die Arbeiten nur bei gefrorenem Boden und mit dem richtigen Gerät ausgeführt, hielten sich die Schäden in Grenzen. «Das Konzept ist unumstritten», so Känzig weiter. Langjähriges Konzept Das Bewirtschaftungskonzept erstreckt sich über 25 Jahre. Die Flughafenbetreiberin rechnet in dieser Zeitspanne mit Kosten von rund 100000 Franken. Das Konzept sieht auch Ersatzmassnahmen zu Gunsten des Naturschutzes vor. So soll zum Beispiel der Lebensraum von gefährdeten Baumarten, Reptilien und Amphibien im Selhofenzopfen verbessert werden. Christian Liechti>

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