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Bäume weichen für mehr Sicherheit

Rund um den Thuner

Die steilen, bewaldeten Hänge des Grüsisberges, oberhalb der Quartiere Lauenen, Göttibach und Hofstetten, sind im Besitz der Burgergemeinde Thun. Auf Grund der steilen Lage und der geologischen Gegebenheiten haben die Wälder an diesen Hängen vorrangig Schutzfunktionen. Im Rahmen des «Schutzwaldpflege-Projektes Grüsisberg» werden auch in diesem Winter wieder umfangreiche Waldarbeiten zur Erhaltung der Schutzfunktion ausgeführt. Gefahr von Erdrutschen Die Hänge oberhalb Thun bestehen aus Nagelfluh. Diese ist sehr instabil und verwittert rasch. «Durch einen dichten, jungen Wald soll verhindert werden, dass grössere Steine auf die Kantonsstrasse oder in die darunterliegenden Wohnquartiere rollen», schreibt die Waldbesitzerin, die Burgergemeinde Thun, in einer Mitteilung. Durch die instabile geologische Situation und die steile Lage gefördert, gingen in der Vergangenheit immer wieder Erdrutsche los. Mit dem Entfernen von schweren, schräg stehenden Bäumen soll verhindert werden, dass diese bei starkem Wind oder Nassschnee umstürzen. Denn werden Wurzelwerke von grossen Bäumen aus der Erde gerissen, entstehen potenzielle Anrissgebiete für Erdrutsche. Bei den Extremniederschlägen in den vergangen Jahren haben laut Burgergemeinde auch die Bäche Kratzbach, Göttibach und Wartgräben immer wieder Probleme verursacht. Wenn Schwemmholz die Durchlässe und Strassenunterquerungen verstopft, kommt es zu Überschwemmungen und Rutschungen. «Durch das Entfernen von Totholz und schräger, umsturzgefährdeter Bäume an den Gerinneeinhängen soll dies in Zukunft verhindert werden», heisst es im Communiqué weiter. Oft werde der Wald auch selber zur Gefahr. So kam es in letzter Zeit immer wieder vor, dass bei starkem Wind oder Nassschnee Bäume auf die stark befahrene Goldiwilstrasse stürzten. «Bergseitig, entlang der Goldiwilstrasse, wird daher in Zukunft ein rund 25 Meter breiter Niederhaltestreifen gepflegt», schreibt die Burgergemeinde Thun. Um das Umstürzen von grossen Bäumen auf die Strasse zu verhindern, sollen in diesem Streifen nur noch Sträucher und kleine Bäume wachsen. Hohe Kosten Die steilen Hänge oberhalb der Stadt Thun werden seit 2006 im Rahmen des «Schutzwaldprojektes Grüsisberg» durchforstet. Die Fläche, die als Wald mit besonderer Schutzfunktion ausgeschieden wurde, beträgt rund 40 Hektaren. Das Projekt läuft Ende 2010 aus. Die Burgergemeinde Thun hat dafür einen Kredit von über 400000 Franken bewilligt. Auch in diesem Winter wurden wieder Holzerei- und Jungwaldpflegemassnahmen für rund 120000 Franken ausgeführt. Die Arbeiten werden durch Bund und Kanton subventioniert. Auch die Stadt Thun, als eigentliche Nutzniesserin des Schutzwaldes, beteiligt sich laut der Burgergemeinde mit 22000 Franken an den Kosten. Das Tiefbauamt des Kantons Bern erbringt zu Gunsten des Projektes wesentliche Dienstleistungen, wie die Regelung des Strassenverkehrs oder die Reinigung der Strasse nach den Waldpflegearbeiten. Die Restkosten, der grösste Teil, übernimmt die Burgergemeinde Thun als Waldeigentümerin. pd/lt •www.bgthun.ch >

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