Zum Hauptinhalt springen

Bald Tempo 30 in der Kernzone anstatt 50?

MattenDie Kernzone von Matten soll zur Tempo-30-

Wenn der Vorschlag des Gemeinderates an der Gemeindeversammlung angenommen wird, soll Zone 30 im Frühling 2012 umgesetzt und eingeführt werden, wie Gemeinderätin Brigitte Wahli an einem gut besuchten Informationsabend im Kirchgemeindehaus erklärte. Die Geschwindigkeitsbeschränkung im Dorf blieb in der Diskussion unbestritten. Umso heftiger wurde über die Frage Fussgängerstreifen Ja oder Nein diskutiert. «Wir leben hier und nicht der Kanton», argumentierte Fritz Aemmer gegen die kantonale Bestimmung, dass in der Zone 30 keine Streifen erlaubt seien. Matthias Ritschard verlangte, dass der behördenverbindliche Richtplan der Bödeligemeinden überprüft und angepasst werde. In Matten soll Tempo 30 mit Fussgängerstreifen gelten. Namentlich für Kinder und für Blinde werde so die Sicherheit erhöht. Dies würde zu einem Schilderwald führen, erwiderte Brigitte Wahli. Nur in Ausnahmefällen Mehr Sicherheit und weniger Lärmemissionen führte Projektverfasser Stephan Kummer vom Planungsbüro Roduner BSB + Partner AG in Schliern als Hauptargumente für Tempo 30 an. Studien zeigten klar, dass mit Tempo 30 die Gefahren für Fussgänger deutlich tiefer sinken. 85 Prozent der Fahrer würden im Dorf zwischen 41 und 47 Stundenkilometer fahren, wie Messungen ergeben hätten. Weil dieser Wert in der Rugenstrasse bei 55 liege, werde hier das Tempo nur auf 40 reduziert. Weil nicht klar sei, was Interlaken mache und weil Anwohner einen Fussgängerstreifen bei der Einmündung der alten Ölestrasse wünschten, soll in der Ölestrasse nach wie vor Tempo 50 gelten. Diese Ausnahme wurde allerdings in der Diskussion heftig kritisiert. Entgegen der allgemeinen Regelung sollen die Fussgängerstreifen beim Kindergarten Kesslergasse und in der Kupfergasse beim Schulhaus bleiben. Sie bleiben auch bei den Einmündungen der Nebenstrassen in die Hauptstrasse. Die gelben Längsstreifen anstelle von Trottoirs würden aufgefrischt und in der Rütistrasse auf die andere Strassenseite verlegt werden. Optische Hindernisse Stephan Kummer erläuterte die zur Erhöhung der Sicherheit vorgesehenen Massnahmen. In der Dorfstrasse und in der Unterdorfstrasse sollen Querstreifen ein «optisches Hindernis» bilden. Geplant sind hier auch Einengungen und Schutzinseln. Längsparkfelder vor der Gemeindeverwaltung sollen den Verkehr ebenfalls beruhigen. Vor dem Schulhaus ist geplant, sowohl die Kupfergasse wie die Rütistrasse farbig und mit der Aufschrift «Schule» zu markieren. Weil in der Zone 30 Rechtsvortritt gilt, sollen bei allen Einmündungen am Boden sogenannte Tulpen markiert werden. Bei den Einfahrten wird das Tempo 30 mit Stehlen angezeigt. In der ganzen Zone wird auf dem Boden «30» markiert. Da keine baulichen Massnahmen vorgesehen sind und die Bodenmarkierungen nicht erhöht sind, entstehe kein zusätzlicher Lärm, wurde versichert. Die Art der Markierungen beeinflusst jedoch die Kosten. Geschätzte 230000 Franken kostet es mit Farbe, 314000 Franken mit Zweikomponenten-Kaltplastik. Da aber Kaltplastik länger hält (fünf bis sieben Jahre) als Farbe (ein bis zwei Jahre) sind die jährlichen Unterhaltskosten mit 29000 gegenüber 45000 Franken günstiger. Je nachdem wie häufig aufgefrischt werde, könnten Kosten eingespart werden, erklärte Stephan Kummer. Die Gemeinderätin Brigitte Wahli sicherte den Anwesenden zu, dass die Einhaltung von Tempo 30 denn auch kontrolliert werde. Robert Aemmer>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch