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Bauen für die Nachkommen

Das Medienhaus Jordi

Die Baggerschaufel konnte fast nichts ausrichten: Der Boden war gestern Morgen nach einer eisigen Nacht zu stark gefroren. Gabriel Jordi schaffte es nach mehreren Versuchen dann doch noch, einige Schaufeln Erdreich zu verschieben. Er gehört zur fünften Generation, die die Geschicke des gleichnamigen Belper Medienhauses prägt. Das Druckereiunternehmen will im November seinen Standort an der Belpbergstrasse im Dorfzentrum verlassen, um in der Aemmenmatt einen Neubau zu beziehen. Gestern fand auf dem Gelände der Spatenstich statt. Als «historischen Moment», als «Wendepunkt» für das Familienunternehmen bezeichnete Bruno Jordi (vierte Generation) den Spatenstich zum 6,5-Millionen-Franken-Projekt. Seit 1897 ist die Druckerei in Betrieb – seit 1906 am heutigen Standort im Dorfzentrum. Die Druckerei produziert unter anderem auch den Anzeiger Gürbetal, Längenberg und Schwarzenburgerland. So schwer sich die Baggerschaufel in den gefrorenen Boden grub, so schwer war auch der Weg, bis das Projekt von EDU-Ortsparteipräsident Jordi Baureife erlangte. Die Gemeinde Belp hatte das Bauland in der Aemmenmatt im September 2007 erworben. Ihr Ziel: Für kleinere und mittlere Unternehmen sollten Baulandreserven gesichert werden. Dumm nur: Eine tamilisch-hinduistische Vereinigung plante, auf einem Teil der Parzelle ein Begegnungszentrum zu bauen. Aus dem Sakralbau wurde nichts. Die Gemeinde hat das Land im Baurecht nun an das Medienhaus Jordi vergeben. Er habe nichts mehr von der tamilisch-hinduistischen Vereinigung gehört, erklärte gestern Belps Gemeindepräsident Rudolf Neuenschwander (SP) am Rande des Spatenstichs. Auch wenn das Tempelprojekt vom Tisch ist, kam es gestern zur Segnung des geplanten Bauprojekts. Medienhaus-Verwaltungsratspräsident Victor Bregger hielt beim Spatenstich ein Segnungsgebet. cho>

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