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Bauer darf keine Tiere mehr halten

ZweisimmenDer Zweisimmer Tierhalter, der 18 Schafe verenden liess, darf keine Tiere mehr halten. Dies hat der Veterinärdienst des Kantons Bern entschieden.

In einem abgelegenen Zweisimmer Stall sind Ende April 18 tote Schafe gefunden worden (wir haben berichtet). Der Kantonstierarzt Reto Wyss bestätigte nun auf Anfrage, dass gegen den Bauern ein Tierhalteverbot ausgesprochen wurde. Der betroffene Bauer hätte gegen das Verbot bei der Volkswirtschaftsdirektion Einsprache erheben können. Dies ist gemäss Wyss nicht passiert: «Die Beschwerdefrist ist nun abgelaufen.» Eine Leserin, die auf einer Wanderung den grausigen Fund im verwahrlosten Stall machte, hatte damals die Behörden alarmiert. Es war nicht die erste Verfehlung des Bauern bei der Tierhaltung. Gemäss Wyss wurde er deshalb von einer Gruppe aus Kantons-, Lobag- und Gemeindevertretern begleitet. «Die Behörden hatten keine Kenntnis von diesem Stall. Er hat diesen vor uns verheimlicht», sagte der Kantonstierarzt, als der Fall ans Licht kam. Die Leserin nahm nun erneut Stellung zum Fall und sagt, im Stall des Bauern habe es bereits wieder Schafe. «Dies wurde mir von drei Personen bestätigt.» Er habe jemanden gefunden, der die Verantwortung für die Tiere übernehme, de facto aber betreue er sie selber. «Das darf doch nicht wahr sein, das regt mich extrem auf», sagt die Leserin. «Er kann nicht Tiere halten und die Verantwortung jemanden anderem übergeben», sagt Reto Wyss dazu. Natürlich sei es ihm aber nicht verboten, das Land und die Stallungen zu verpachten. So könne es also durchaus sein, dass es auf seinem Land bereits wieder Schafe habe. «Er darf aber nicht für sie zuständig sein», sagt der Kantonstierarzt. Der Veterinärdienst werde beim fehlbaren Bauern künftig sicher wieder Kontrollen durchführen. sf>

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