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«Bedürfnis ist fraglich»

Ausgabe von gestern Montag Zum Leserbrief von Nadaw Penner Stadtratskollege Nadaw Penner von der SP-Fraktion enerviert sich in einem Leserbrief über die Ablehnung des Ausbaus (!) der Integrationsförderung im Frühbereich durch das Burgdorfer Parlament. Das ist sein Recht. Seine Ausführungen werden indes der Begründung des Neins der FDP-Fraktion in keiner Weise gerecht. Finanzpolitische Aspekte gaben für uns nicht den Ausschlag. Zwar sollen diese nicht ignoriert werden, und Stadtrat Penner verschweigt geflissentlich, dass die Zusicherung des Bundes, die Hälfte der Kosten zu übernehmen, nur für zwei Jahre gegolten hätte und die Stadt danach die gesamten Mehrkosten von gut 50000 Franken pro Jahr hätte tragen müssen. Die FDP-JF-Fraktion hat vor allem das Bedürfnis nach einem «flächendeckenden» Angebot bestritten. Im Gyrischachen mit einem Anteil von 75 Prozent fremdsprachiger Kinder im Vorschulalter führt die Stadt mit dem «Projet urbain» ein bedürfnisbezogenes Angebot, wie Stadtrat Penner weiss. Er weiss auch so gut wie ich, dass die demografische Situation in anderen Quartieren anders ist. Die Urheberin des Vorstosses, die Fraktion der Grünen Freien Liste, konnte keine Belege für ein Mehrbedürfnis in anderen Quartieren erbringen. Der Gemeinderat hatte das Angebot im Rahmen der Überarbeitung des Legislaturprogramms gestrichen und deshalb den Vorstoss zur Ablehnung empfohlen. Es ist mit den Grundsätzen «vernünftiger» Politik durchaus zu vereinbaren, einen freiwilligen Ausbau eines städtischen Angebots abzulehnen, wenn das Bedürfnis fraglich ist. Daher kann ich den Entscheid des Stadtrats nach wie vor vertreten. Michael RitterLehrer und FDP-StadtratBurgdorf>

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