Bereit für Strom aus Wasserkraft

Reichenbach

Mit der Kreditbewilligung zu einer neuen AG ermöglichte die Gemeindeversammlung Reichenbach den Bau des Wasserkraftwerkes Howald.

Das Kraftwerk-Projekt. (Grafik: : niz /Quelle: Ramu Ingenieure)

Im Mai 2011 hatte die Gemeindeversammlung einen Verpflichtungskredit über 1,9 Millionen Franken beschlossen – und zwar für die Erneuerung der Ableitung sowie den Neubau eines Trinkwasserkraftwerks bei den Lehenweidquellen in Wengi. Mangels Schutzzonen wurde das Projekt Ende 2017 beendet.

Um das Wasser der Lehenweidquellen trotzdem zu nutzen, hatten der Gemeinderat Reichenbach und die Brunnengenossenschaft Wengi ein neues Projekt für ein Wasserkraftwerk (WKW) Howald auf privater Basis ins Auge gefasst und beim Amt für Wasser und Abfall des Kantons Bern (AWA) ein neues Gesuch für eine Wasserkraftkonzession mit Baubewilligung eingereicht.

Nach den ordentlichen Auflagen stellte das AWA die Baubewilligung im März dieses Jahres aus; die Konzession wurde im April rechtskräftig.

So genehmigten die anwesenden 110 Stimmberechtigten im Kirchgemeindehaus den gemeinderätlichen Antrag, die Gemeinde an einer Aktiengesellschaft mit 62'000 Franken zu beteiligen und an die zu gründende Aktiengesellschaft von 1'054'000 Franken einen Kredit über insgesamt 1 116 000Franken zu sprechen.

Das neue WKW mit einer zu erwartenden Jahresstromproduktion von 500 000 Kilowattstunden (kWh) erhält aus der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) 26,3 Rappen pro KWh, also rund 130 000 Franken.

Zwei Anträge abgelehnt

Mehr Zündstoff enthielt die von Gemeinderat Hans Rudolf Bachmann erläuterte Anpassung des Strassenunterhaltsbeitrags an die Weggenossenschaften. Auf Beschluss der Versammlung vom November 2010 hatte die Gemeinde die Wegbaugenossenschaften jährlich mit 94'500Franken unterstützt.

Wegen mehr Einwohnern, weniger Strassenbelägen und erhöhtem Steuersatz beantragte der Gemeinderat der Versammlung, ab dem Jahr 2019 einen jährlichen Beitrag von 82 000 Franken an die Weggenossenschaften im Gemeindegebiet auszurichten.

Der Antrag aus der Versammlung, den Beitrag auf 32'600Franken zu reduzieren, wurde ebenso abgelehnt wie der Antrag, den Beitrag von 94'500Franken so zu belassen. Damit folgte die Versammlung dem Gemeinderat mit grossem Mehr.

In guter Gesellschaft

«Wir sind in guter Gesellschaft mit anderen Gemeinden, deren Rechnungen positiv abschlossen», freute sich Gemeinderat Toni Imsand. Dies, nachdem Finanzverwalter Peter von Känel das Ergebnis 2018 präsentiert hatte.

Darin schloss der Gesamthaushalt mit einem Gewinn von 283'554 Franken ab. Im allgemeinen Haushalt resultierte ein Gewinn von 366'022 Franken, und die gebührenfinanzierten Spezialfinanzierungen schlossen mit einem Aufwandüberschuss von 82'467 Franken ab.

Die Zustimmung durch die Versammlung war den Verantwortlichen sicher, die laut Toni Imsand ihr Möglichstes getan hatten.

Im Weiteren bestätigte die Versammlung die Wiederwahl von Jacqueline Schaffer in die Schulkommission als Vertreterin der Bäuert Kien-Aris bis 2023 und die definitive Einführung der Schulsozialarbeit auf den 1. Januar 2010 inklusive wiederkehrenden Verpflichtungskredits von 40'000Franken.

Gewährt wurde ebenfalls die Neugestaltung des Gemeinschaftsgrabes mit einem Verpflichtungskredit von 170'000Franken.

Berner Oberländer

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