Bermudas sorgten einmal mehr für gute Partystimmung

Interlaken

Die Oberländer Bermudas schafften es am Trucker- & Country-Festival Interlaken, das Publikum zum Feiern und Tanzen zu bringen – trotz der schwer erträglichen Hitze.

<b>Party trotz sengender Hitze:</b> Die Bermudas auf der Aussenbühne 3.

Party trotz sengender Hitze: Die Bermudas auf der Aussenbühne 3.

(Bild: Bruno Petroni)

Samstag, 17.35 Uhr, am Trucker- & Country-Festival Interlaken im Westerndorf: Auf der Aussenbühne 3 legen die Bermudas los. Leider schlecht – der Ton ist miserabel abgestimmt, man hört viel Gitarre, aber kaum etwas vom Gesang.

Nach ein paar Minuten hat es der Tontechniker im Griff, und die Party kann richtig starten. Dafür ist das Trio aus Wilderswil bekannt, schon seit 29 Jahren in unveränderter Besetzung.

Sänger und Akkordeonist Stefan Herrmann, Gitarrist Daniel Megert und Schlagzeuger Adrian Balmer sind Garanten für gute Laune. Auch wenn die Hitze wie an diesem Samstag schon fast unerträglich ist, gelingt es den Bermudas mit viel Herzblut, zeitweise gegen 200 Zuhörer zum Mitklatschen und sogar zum Tanz zu animieren. Fans aus der ganzen Schweiz sind gekommen, natürlich auch die circa 100 Mitglieder des eigenen Fanclubs.

Prominenter Gast

Und noch jemand ist gekommen: George, der hitparadenerprobte Sänger aus dem Seeland und guter Freund der Bermudas. Er überrascht mit einer souligen Version von «Memphis», das schon Polo Hofer gekonnt adaptiert hatte.

Und als er schliesslich «d Sunne hinterem Jura» untergehen lässt, erreicht die Party ihren ersten Höhepunkt. Der zweite Höhepunkt ist gleichzeitig auch der Schlusspunkt – und wieder lässt Polo grüssen: Mit «Alperose» beenden die Bermudas ihr eineinhalbstündiges Konzert, das nie langweilig war.

Apropos Polo Hofer: Er und Hanery Amman sind Stefan Herrmanns musikalische Vorbilder. Das drückt sich auch im Repertoire aus, das bereits rund 250 Titel umfasst. Dazu gehören neben Mundartklassikern schon seit Jahren zahlreiche Countrysongs, zum Beispiel von den Mavericks und den Texas Tornados, die denn auch am Trucker-Festival nicht fehlen durften.

Grosser Andrang

Die Bermudas waren dieses Jahr die einzige Band aus dem Berner Oberland, die das Glück hatte, an diesem europaweit grössten Festival seiner Art auftreten zu könne – notabene nach 2017 bereits um zweiten Mal. Etwas Glück braucht es tatsächlich, denn gemäss Katja Rütti von der Organisatorin Jungfrau World Events GmbH bewerben sich jährlich rund 300 Formationen für einen Auftritt auf einer der Aussenbühnen.

Bisher schafften das insgesamt 345 Bands und DJs aus 21 Ländern. «Klar, ein Auftritt am Trucker-Festival ist schon sehr speziell», sagt Stefan Herrmann. Warum? «Weil es ein grosser, renommierter internationaler Anlass und für uns eine Super-Erfahrung ist.»

Rund 30 Bands in drei Tagen: Da sind Doubletten bei den Setlists nicht zu vermeiden, zumal der durchschnittliche Publikumsgeschmack bedient werden will – und der ist in der Schweiz bekanntlich nicht allzu vielseitig. Besonders beliebt und gefragt sind Evergreens wie «Country Roads» oder «Tulsa Time». Alles möglichst gäbig zum Mitsingen und Mitklatschen.

Berner Oberländer

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