10'000 Champions-League-Tickets abgesetzt

Bern

Gegen 10'000 YB-Fans haben das Vorkaufsrecht für die Tickets der ­Champions-League-Partien am Donnerstag genutzt.

Begehrte Ware: Die Tickets fürs Champions-League-Spiel zwischen YB und Manchester United.

(Bild: Nicole Philipp)

Noch 13 mal schlafen, dann ­ertönt die Champions-League-Hymne in Bern. Darauf freuen sich vor allem 17 870 YB-Abo­besitzer, die seit Donnerstag Tickets kaufen können. 10'000 wurden bereits abgesetzt. Entweder man druckt sich diese aus oder nimmt den Weg ins Wankdorf auf sich. Das hätten am Donnerstagmorgen rund 200 Fans getan, die schon vor neun Uhr vor den Kassen gewartet hätten, erzählt der Kassier.

Eine solch lange Schlange wie beim Cupfinal gab es nicht, da man bis Dienstag Zeit hat und sich die Tickets nach Hause bestellen kann. Unter den Anwesenden war auch Andreas Baumgartner, dem es ­allerdings nicht ums Souvenir ging: «Ich kaufe die Tickets immer so, denn ich vertraue dem Internet nicht», sagt der 64-Jährige.

Zum Wunsch des Stadtpräsidenten Alec von Graffenried, den BSC Young Boys in YB Bern umzubenennen, sagt er: «Das ist doch einfach nur eine Politikerforderung, um die Stadt zu vermarkten.» Viel wichtiger fände er, dass das Stade de Suisse umbenannt werde. Seine Mutter habe sogar noch ein drittes Stadion ­erlebt, erzählt Baumgartner. Für ihn gibt es nur einen Namen: Wankdorfstadion.

YB-CEO Wanja Greuel signalisierte am Mittwoch, als YB im ­Erlacherhof vom Gemeinderat empfangen wurde, dass eine ­Namensänderung kein Problem sein sollte. «Dein Auftrag sei unser Befehl», sagte Greuel. ­Anders klang es kurz darauf: «Die Namen BSC Young Boys und BSC YB sind unantastbar», sagte ­Albert Staudenmann, Vereinspräsident und Sprecher des Clubs, gegenüber «20 Minuten». Seit 1925 heisst der Verein so­wieso schon Berner Sport Club Young Boys.

Sollten alle 17 870 Kartenbesitzer von ihrem Vorkaufsrecht ­Gebrauch machen und am Mittwoch das zweite Vorverkaufsrecht nutzen, dürften die Hoffnungen all derjenigen platzen, die keine Dauerkarte besitzen. Auf Verkaufsportalen wie Ricardo wird bereits gehandelt. Für die Gästefans sind 1800 Tickets und 200 VIP-Tickets vorgesehen, gleich viele wie auch YB im Old Trafford in Manchester bekommen wird.