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2000 Aktivisten demonstrierten gegen die Durchsetzungsinitiative

Unter dem Motto «Rassismus ist keine Meinung» demonstrierten in der Berner Innenstadt am Freitagabend ungefähr 2000 Personen gegen die Durchsetzungsinitiative der SVP. Die Meinungskundgebung verlief friedlich.

Kurz nach 21 Uhr löste sich der Demonstrationsumzug in der Nähe der Lorrainebrücke allmählich auf.
Kurz nach 21 Uhr löste sich der Demonstrationsumzug in der Nähe der Lorrainebrücke allmählich auf.
Jürg Spori
Die Kantonspolizei Bern war sichtbar präsent...
Die Kantonspolizei Bern war sichtbar präsent...
Jürg Spori
Das Motto der Demonstration: «Rassismus ist keine Meinung!»
Das Motto der Demonstration: «Rassismus ist keine Meinung!»
Jürg Spori
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Vor dem Abstimmungswochenende trafen sich am Freitag um 19 Uhr auf dem Berner Bahnhofplatz vorerst ungefähr 1000 Demonstranten zu einer Kundgebung gegen die Durchsetzungsinitiative der SVP. Das antirassistische Kollektiv «Bleiberecht Bern» hatte auf Facebook dazu aufgerufen. Viele Demonstranten zogen pünktlich um 19 Uhr von der Reitschule her in einer geschlossenen Gruppe auf den Bahnhofplatz.

Unter dem Motto «Rassismus ist keine Meinung» zogen die Aktivisten anschliessend vom Bahnhofplatz via Bundes- und Kornhausplatz auf die Schützenmatte. Auch der schwarze Block war an der Veranstaltung präsent. Die Demonstration verlief aber friedlich. Einzig Raketen und Böller wurden gezündet.

Als der Demonstrationszug kurz vor 20 Uhr auf dem Bundesplatz ankam, war die Zahl der Aktivisten gemäss einem Reporter vor Ort bereits auf ungefähr 2000 Personen gestiegen. Auffällig war, dass auch viele Kurden mit Kleinkindern an der Kundgebung teilnahmen. Allgemein waren vorwiegend junge Aktivisten an der Protestkundgebung beteiligt: Eine Mehrzahl der Demonstranten war zwischen 18 und 30 Jahre alt. Kurz nach 21 Uhr löste sich die Kundgebung in der Nähe der Schützenmatte auf, zahlreiche Aktivisten feierten danach auf dem Vorplatz der Reitschule.

Schafe polarisieren

Viel gesehen wurden an der Kundgebung Transparente und Flaggen mit weissen und schwarzen Schafen drauf. Die SVP nutzt das Motiv, um für die Durchsetzungsinitiative zu werben. An der Demonstration wurde die Aussage umgedreht: «Halts Maul, Schweiz!», stand etwa auf einem Transparent über einem wütenden schwarzen Schaf geschrieben.

Über 600 Personen hatten sich auf der Facebook-Seite im Vorfeld für die Demo angemeldet. Laut Gewerbepolizei handelte es sich um eine bewilligte Kundgebun. Die Kantonspolizei Bern war am Anlass sichtbar präsent, griff aber nicht ins Geschehen ein.

«Die Initiative schafft Rechtsungleichheit zwischen Menschen mit oder ohne Kreuz im Pass. Die Initiative spricht von einem ‹Wir› und schliesst Migrant*innen aus», schrieben die Organisatoren auf der Facebook-Veranstaltungsseite und machten damit ihren Unmut und ihre Ablehnung gegenüber der Durchsetzungsinitiative deutlich, über die am Sonntag in der Schweiz abgestimmt wird.

Verkehrsbehinderungen in Berns Innenstadt

In der Berner Innenstadt kam es ungefähr während zweier Stunden zu Verkehrsbehinderungen. Ein Verkehrsdienst regelte den Verkehr. Bernmobil meldete auf zahlreichen Linien einen unregelmässigen Betrieb. Ab 21 Uhr verkehrten jedoch alle Busse und Trams wieder nach Fahrplan, auch der Privatverkehr war nur kurzzeitig eingeschränkt.

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