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24 aufreibende Stunden für Anwalt des «Heilers»

Der Berner «Heiler» hatte sich über Stunden verschanzt. Nun ist er gefasst. Sein Anwalt versuchte ihn per Telefon zur Aufgabe zu überreden.

Der Pöstler kann wieder seine Arbeit verrichten, beobachtet von Polizisten.
Der Pöstler kann wieder seine Arbeit verrichten, beobachtet von Polizisten.
Andreas Blatter
Kurz nach der Intervention der Kantonspolizei fuhr auch der Krankenwagen ab. Der Mann wurde zur Kontrolle ins Spital gebracht und sei nach neuesten Erkenntnissen nicht schwer verletzt, wie ein Polizeisprecher bestätigt.
Kurz nach der Intervention der Kantonspolizei fuhr auch der Krankenwagen ab. Der Mann wurde zur Kontrolle ins Spital gebracht und sei nach neuesten Erkenntnissen nicht schwer verletzt, wie ein Polizeisprecher bestätigt.
Tobias Ochsenbein
Bei der Strassensperre gab es einen Grossaufmarsch der Medien.
Bei der Strassensperre gab es einen Grossaufmarsch der Medien.
Keystone
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Der Verteidiger des selbsternannten Berner «Heilers» stand während der 24-stündigen Verschanzung in regem telefonischem Kontakt mit seinem Mandanten und dem Verhandlungsleiter der Polizei. Das sagte Anwalt Ernst Reber am Freitag. Über den aktuellen Gesundheitszustand seines Mandanten könne er nichts sagen. Dafür sei ein medizinischer Check nötig.

Während des Plädoyers des Staatsanwalts am Donnerstag hatte Reber mehrmals Telefonanrufe erhalten. Dabei habe es sich jeweils um Telefone des verschanzten Heilers gehandelt, berichtete Reber.

Er sei dabei bemüht gewesen, zu einem glimpflichen Ausgang der Verschanzung beizutragen. Inwiefern ihm das gelungen sei, müsse er im Moment offen lassen. Sein Mandant sei physisch und psychisch nach wie vor stark erschöpft, betonte Reber. Das habe sich auch in den Gesprächen während der Belagerung gezeigt.

Der Prozess um 16 HIV-Infizierungen vor dem Regionalgericht Bern-Mittelland ging am Freitagnachmittag ohne den Angeklagten weiter. Der Zustand des Mannes werde zurzeit ärztlich abgeklärt, sagte Gerichtspräsident Urs Herren. «Heute wird der Angeklagte sicher nicht vor Gericht erscheinen», sagte Herren. «Wann er wieder verhandlungsfähig ist, können wir nicht sagen.»

Denkbar sei, dass sein Mandant am Montag wieder vor Gericht erscheine, sagte Reber. Am Montag steht unter anderem das Plädoyer der Verteidigung auf dem Programm.

SDA/tag

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