Flammen auf dem Fussballplatz

Gümligen

Ein Feuer hat den Kunstrasenplatz Füllerich in Gümligen teilweise zerstört. Womöglich stecken Zeusler dahinter.

Das Kunstrasenfeld Füllerich ist nach einem Brand teilweise unbespielbar.

Das Kunstrasenfeld Füllerich ist nach einem Brand teilweise unbespielbar.

(Bild: Raphael Moser)

Christoph Albrecht

Schwarz statt grün, verkohlt statt plastifiziert: Der Kunstrasen des Sportzentrums Füllerich in Muri-Gümligen gibt derzeit ein kümmerliches Bild ab. Wie die «Lokalnachrichten Muri-Gümligen und Allmendingen» in ihrer aktuellen Ausgabe schreiben, haben in der Nacht auf den 1. August Unbekannte den Platz in Brand gesteckt. «Es wird von Brandstiftung ausgegangen», heisst es im entsprechenden ­Bericht.

Die Kantonspolizei Bern bestätigt den Brandvorfall auf Nachfrage. Spaziergänger hätten das noch lodernde Feuer auf dem Platz am frühen Morgen des Nationalfeiertags entdeckt und die Feuerwehr alarmiert. Zur Ursache äussert sich die Polizei jedoch nicht. «Die Ermittlungen laufen noch», so Kapo-Sprecher Christoph Gnägi. Dass Brandstifter dahinterstecken sollten, könne er nicht bestätigen.

80000 Franken Schaden

Bei der Gemeinde, welcher der Platz gehört und die ihn erst vor knapp einem Jahr neu verlegt hat, ist der Ärger spürbar. «Für mich ist so etwas unverständlich», sagt Thomas Hanke, FDP-Gemeindepräsident von Muri. Der Schaden werde auf rund 80000 Franken geschätzt. Um den Kunstrasen schnellstmöglich ersetzen zu können, hat der Gemeinderat nun im Eilverfahren einen Kredit in dieser Höhe gesprochen. Laut Hanke muss nicht der ganze Platz, sondern nur die zerstörte Fläche – etwa ein Drittel des Spielfelds – erneuert werden.

Ob der Gemeinde das Geld dereinst wieder zurückerstattet wird, ist noch offen. «Wir haben mit den Versicherungen Kontakt aufgenommen», so Hanke. In welchem Umfang der Schaden gedeckt werde, hänge zudem vom Ausgang der polizeilichen Ermittlungen ab. Denn: Sollte das Feuer auf Brandstiftung zurückzuführen sein und die Polizei in diesem Zusammenhang eine oder mehrere Personen überführen, dürften diese auch finanziell in die Pflicht genommen werden. «Wichtig ist jetzt aber, dass der Platz noch vor den Wintermonaten wieder bespielbar ist», so Hanke.

Fussballclub im Dilemma

Das hoffen auch die Verantwortlichen des FC Muri-Gümligen. Finanziell trifft der Brand den Verein zwar nicht. «Organisatorisch ist er aber ein Riesenproblem für uns», sagt Clubpräsident Bruno Hunziker. Für die Trainings kann derzeit nur der halbe Platz benutzt werden. Ein Spielbetrieb ist gar nicht erst möglich. «Wir mussten deshalb Spiele verschieben», so Hunziker. Betroffen seien insbesondere Juniorenturniere. Als Ersatz kann der FC nun aber auf den Rasen nebenan oder aufs Moos ausweichen.

Immerhin: Die 1. Mannschaft des FC Muri-Gümligen ist von den Folgen des Brands nicht tangiert, da die 2.-Liga-Mannschaft auf einem Rasenplatz spielt. Der Verein rechnet damit, dass das Kunstrasenfeld ab Mitte Oktober wieder normal bespielbar ist.

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