Gutes Gefühl vor dem Swiss Skills-Finale

Wir begleiten den Polymechaniker Florian Hostettler und die Malerin Sabrina Held an ihren vier Wettkampftagen an den Swiss Skills. Heute fällt die Entscheidung.

Florian Hostettler und Sabrina Held sind bereits fürs Finale.

Florian Hostettler und Sabrina Held sind bereits fürs Finale. Bild: Raphael Moser

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Am dritten Tag kam Florian ­Hostettler beim Verdrahten und Bohren sehr gut ­vorwärts und hielt den Zeitplan gut ein. «Leider passierten mir beim Fräsen ­ein paar dumme Fehler», ärgerte sich der Schwarzenburger.

Dank dem herausgeholten Zeitfenster konnte er die kleinen Ungenauigkeiten aber «gut und ­ohne weitere Problemen» bereinigen. Am Schluss hatte er alle Teile ­fertigen können.

Die Eltern als Fans

Der Polymechaniker in Ausbildung wurde gestern von Verwandten und Bekannten unterstützt. Seine ­Eltern und Lehrlingskollegen von Gilgen Door Systems besuchten ihn und drückten ihm die Daumen.

«Ich bin aufgeregt und freue mich auf die Sieger­ehrung.»Sabrina Held, Malerin

Die Unterstützung habe ihn sehr gefreut und ihm zusätzliche Motivation gegeben. Auch mit seinen Konkurrenten pflegt er ein gutes Verhältnis. Für ihn ist dieser Anlass ein «freundschaftlicher Wettkampf».

«Es fägt!»

Heute steht die letzte ­Aufgabe an: das Montieren. ­Florian Hostettler muss seine in den letzten drei Tagen gefertigten Teile zusammensetzen, damit eine funktionstüchtige Faltmaschine entsteht. Auch wenn er damit rechnet, dass es bei einigen ­Teilen «nicht ganz genau» passen wird, hat er ein gutes Gefühl und blickt zuversichtlich auf den letzten Wettkampftag.

«Es ist mal was anderes, als jeden Tag in der Firma zu arbeiten.»Florian Hostettler, Polymechaniker­­

Das Programm für den 18-Jährigen gestaltet sich nicht mehr so streng: Er muss zwar schon um ­7 Uhr antreten, dafür ist sein Arbeitstag bereits um 11 Uhr vorbei. Sein Zwischenfazit zu den Swiss Skills ist durchwegs positiv: «Es ist mal was anderes, als jeden Tag in der Firma zu arbeiten.» Er findet die Berufsmeisterschaften eine «gute Sache». Und er meint: «Es fägt.»

Die letzten Arbeiten

Eine anstrengende Woche neigte sich gestern auch für die Malerin Sabrina Held dem Ende zu. Am Stand der ­Malerberufe füllten sich die ­Wände langsam, aber ­sicher mit bunten Motiven. Die 18-Jährige aus Rüegsbach musste aber noch das Bundeshaus ausmalen, das sie am Donnerstag ­bereits skizziert hatte.

«Bei dieser Aufgabe musste ich möglichst exakt malen», erzählte sie. Danach blieb nur noch eine Arbeitsfläche frei. Diese Wand musste Sabrina während eines Speedwettbewerbs tapezieren. Bei dieser Disziplin bekamen die zwölf Malerinnen und die zwei Maler den Auftrag erst zwanzig Minuten vor Wettkampfbeginn.

Dabei waren Präzision und Schnelligkeit erneut entscheidend. Die letzte Aufgabe des ­Tages bestand darin, über alle Arbeitsflächen einen ­roten Farbstrich zu ziehen. Mit ihrem Tagwerk war sie zufrieden. «Hie und da habe ich kleine Denkfehler ­gemacht, aber über alles gesehen bin ich zufrieden mit meiner Arbeit.»

Ihr Glücksbringer war dabei

Wie eine Sportlerin hat auch ­Sabrina Held ihren Fanclub. ­Gestern war ihre Familie vor Ort. Ihre Eltern und ihre Geschwister schauten der Malerin beim Arbeiten über die Schulter. Sie fieberten mit und hielten ­Sabrinas Glücksbringer, einen kleinen Bären, fest in den Händen.

Heute Nachmittag werden die Sieger der einzelnen Berufsmeisterschaften feststehen. Die ­Siegerehrung findet am Abend in der Postfinance-Arena statt. Sie ist jedoch nur für die Familien und Freunde der Wettkampfkandidaten zugänglich.

«Ich bin sehr aufgeregt, aber gleichzeitig freue ich mich auch», sagt Sabrina Held. Vor einem grossen Publikum und den ­Kameras vom Schweizer Fernsehen wird sich dann herausstellen, ob sie die Experten von ihrer Arbeit überzeugen konnte.

(Berner Zeitung)

Erstellt: 15.09.2018, 10:11 Uhr

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