«Meine Gefühle sind halt, irgendwie, ja, auf ­Hülya»

Welch Kehrtwende! Bachelor Tobias Rentsch küsst plötzlich die Zweitplatzierte der Show.

Hin- und hergerissen: Der Bachelor mit Hülya (links) und Natalie.

Hin- und hergerissen: Der Bachelor mit Hülya (links) und Natalie.

(Bild: 3+)

Rafael Beutl (30) war selbst einmal «Der Bachelor». Für die Zusatzfolge zur vierten Staffel der 3+-Kuppelshow vom Montagabend hat der junge Mann mit den rehbraunen Augen einen anderen Job angenommen. Er ist jetzt investigativer Reporter. Deshalb ist er derjenige, welcher die «alles entscheidendste» Frage stellen darf, wie er sagt.

Beutl sitzt also da. Ihm gegenüber: Tobias Rentsch (38), sein Nachfolger als «begehrtester Junggeselle der Schweiz», die von ihm letzte Woche unter Tränen auserwählte deutsche Fitnesstrainerin Natalie (26) sowie die unterlegenen Kandidatinnen Hülya (37) und Annalisa (22).Beutl schaut Rentsch lange an. Dann sagt er: «Bist du und Natalie wirklich ein Paar?»

Was folgt, ist mindestens einen Eintrag in die Geschichtsbücher der TV-Unterhaltung wert. ­«Meine Gefühle», sagt der Bachelor, «sind halt, irgendwie, ja, auf ­Hülya.» Dann küsst er jene Frau, der er eine Woche zuvor die letzte Rose noch verwehrt hatte. Hülya! Die Zweitplatzierte!

Beutl jubelt jetzt ein bisschen. «Das hat es beim ‹Bachelor› noch nie gegeben», sagt er. Und dann, zu Rentsch: «Dein Weg zur Liebe hat einen anderen eingeschlagen. Das zeigt, dass Liebe unberechenbar ist. Ich finde, das hat noch einen Kuss verdient.»

Wenige Minuten zuvor hatte Rentsch, zum unheimlichen Publikumserfolg der Show befragt, gesagt, «Der Bachelor» sei am Puls der Zeit. «Es ist schlussendlich Reality!»

Na dann. Als neutraler Zuschauer ist man auf jeden Fall traurig, dass die schöne Zeit der kusstechnischen und grammatikalischen Verirrungen jetzt vor­über ist. Kurz ertappt man sich dabei, wie man an jene junge Frau denkt, die Reporter Beutl beim Public Viewing der letzten Folge im Zürcher «Mascotte» interviewt hatte. Auf die Frage, was sie künftig am Montagabend tun werde, antwortete sie: «Depressiv werden.»

Berner Zeitung

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