Smart wählen dank Smartvote

Bern

Am 27. November wählt die Stadt Bern eine neue Regierung und ein neues Parlament. Smartvote hilft Ihnen in Zusammenarbeit mit berneroberlaender.ch/Newsnetz, diejenigen Kandidaten zu finden, die am besten zu Ihnen passen.

Die Smartvote-Mitarbeiter Evelyne Wild, Marco Gelati und Michael Erne.

Die Smartvote-Mitarbeiter Evelyne Wild, Marco Gelati und Michael Erne.

(Bild: Urs Baumann)

Ralph Heiniger

Wen soll ich bloss wählen? Diese Frage müssen sich die stimmberechtigten Stadtbernerinnen und Stadtberner in diesem Herbst wieder einmal stellen. Am 27. November wählen sie 80 Stadträte, 5 Gemeinderäte und eine Stadtpräsidentin oder einen Stadtpräsidenten.

Damit Sie im Dschungel der Kandidierenden den Überblick behalten, wird Ihnen Smartvote in Zusammenarbeit mit der Berner Zeitung bei den städtischen Wahlen ab Oktober eine erste Orientierungshilfe bieten. Die Idee ist einfach: Anhand eines Fragebogens sehen Sie, welche Politikerinnen und Politiker am ehesten Ihre Ansichten teilen und Ihre Anliegen vertreten.

Smartvote begleitet die städtischen Wahlen in diesem Jahr bereits zum vierten Mal. Mit etwa 60 Fragen aus dem ganzen po­litischen Themenspektrum wird Smartvote den Kandidatinnen und Kandidaten auf den Zahn fühlen. Soll die Stadt Bern eine Velobrücke bauen? Falls ja, zu welchem Preis? Sind die Steuern zu hoch? Braucht es mehr Geld für Kita-Plätze? Werden Sie die kantonale Initiative gegen die Reitschule annehmen? Ja, eher ja, eher nein oder nein.

Passende Kandidierende für alle Stimmberechtigten

Beinahe alle Kandidierenden werden erfahrungsgemäss den Fragebogen ausfüllen. Und weil Wählerinnen und Wähler exakt dieselben Fragen beantworten können, ergibt sich am Schluss eine Rangliste mit denjenigen Kandidierenden – für Stadtrat, Gemeinderat und Präsidium –, die einem am nächsten stehen. «Dank Smartvote sieht man mit relativ geringem Aufwand, wer politisch zu einem passt», sagt Smartvote-Co-Projektleiter Michael Erne.

Allerdings sei eine Empfehlung bei Smartvote kein absolutes ­Verdikt, sondern nur als erste Entscheidungshilfe zu verstehen, betont Erne. Denn der Frage­bogen deckt trotz seiner beacht­lichen Breite nicht sämtliche möglichen Themen im politischen Spektrum ab. Zudem geben die Antworten alleine keinen Aufschluss über die Motive und Begründungen der Kandidatinnen und Kandidaten.

Von einer Bieridee zum erfolgreichen Verein

Smartvote wurde 2003 in Bern gegründet. Eine Gruppe frisch nach Bern gezogener junger Politologiestudenten wusste nicht, wen sie wählen sollte. Die hiesigen Kandidatinnen und Kandidaten waren ihr weitgehend unbekannt. Bei einem gemeinsamen Bier hatte sie schliesslich die Idee, den Kandidierenden einen Fragebogen zukommen zu lassen – und Smartvote war geboren.

Für die National- und Ständeratswahlen im letzten Jahr stellte der unabhängige Verein nach eigenen Angaben rund 1,3 ­Millionen Wahlempfehlungen aus. Die Onlinewahlhilfe trifft den Zeitgeist aus Sicht von ­Michael Erne aus mehreren Gründen. «Es ist heute ganz ­normal, sich online über Politik zu informieren. Da liegt es auch nahe, online einen Fragebogen auszufüllen.»

Ausserdem spreche Smartvote primär Leute an, die ihre Kandididatinnen und Kandidaten aus verschiedenen Parteien auswählten. Das passe zur aktuellen Entwicklung, dass feste Parteibindungen eher abnähmen, erklärt Erne.

Stadt Bern: Nur ein Wahlkreis für 80 Stadträte

Gerade in der Stadt Bern kann das Onlineinstrument eine sehr wichtige Orientierungshilfe sein, sagt Michael Erne. «Es ist aussergewöhnlich, dass jede stimmberechtigte Person 80 Kandida­tinnen und Kandidaten für ein Parlament wählen kann.» Eine Unterteilung in verschiedene Wahlkreise – wie zum Beispiel in Zürich – gibt es in Bern nicht.

«Dadurch, dass man so viele Stadträte wählen muss, wählt man fast zwangsläufig auch Kandidierende, die man nicht kennt.» Eben mit diesem Problem sahen sich die Gründer von Smartvote ja einst selbst konfrontiert. ­Michael Erne: «Genau in solchen ­Situationen ist Smartvote besonders wertvoll.»

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