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Agroscope: Finanzkontrolle will Projektstopp

Die Eidgenössische Finanzkontrolle empfiehlt einen zeitlich ­befristeten Projektstopp für den Neubau von Agroscope in Posieux.

rsa/hus/FN
Agroscope zieht von Köniz (im Bild) nach Posieux ziehen.
Agroscope zieht von Köniz (im Bild) nach Posieux ziehen.

Die Zeilen im Bericht der Eidgenössischen Finanzkontrolle lassen aufhorchen: «Die Finanzkontrolle empfiehlt Agroscope und dem Bundesamt für Bauten und Logistik, alle zukünftig vorgesehenen bundesseitigen Zahlungen an die Bauherrschaft (den Kanton Freiburg, Anm. Red.) zurückzuhalten.» Und weiter: «Die Finanzkontrolle empfiehlt umgehend, einen zeitlichen Projektstopp zu veranlassen. Dies im ­Interesse einer Optimierung und der wirtschaftlichen Verwendung von öffentlichen Geldern.»

Der Anfang vom Ende?

Die Empfehlung der Finanzkontrolle wirft die Frage auf, ob dies der Anfang vom Ende des Agroscope-Projekts in Posieux sei. Auf dem Gelände des Landwirtschaftlichen Instituts Grangeneuve ist seit Jahren ein Neubau in Planung, in welchen das Agroscope-Institut für Lebensmittelwissenschaften aus Liebefeld ziehen soll.

Eric-Serge Jeannet, Vizedirektor der Finanzkontrolle, gibt Entwarnung. «Unsere Kontrolle war nicht gegen den Kanton Freiburg ausgerichtet. Wir haben das Projekt in Posieux inhaltlich nicht geprüft.» Der Finanzkontrolle sei es darum gegangen, allgemein die Wirtschaftlichkeit der Immobilieninfrastruktur von Agroscope zu prüfen.

Weil dabei der Budgetposten Posieux relativ hoch sei, habe man den Standort Posieux stichprobenartig unter die Lupe genommen. «Wir sind der Meinung, dass zwischen den verschiedenen Projekten Synergien gesucht werden müssen», sagt Jeannet. Die Empfehlung habe zum Ziel, dass das Projekt den neuen Bedürfnissen angepasst und kosteneffizienter gestaltet wird.

Kaum gefährdet

Für Staatsrat Jean-François Steiert (SP) kommt der Projektstopp nicht unerwartet. «Es war klar, dass der Bund bei Agroscope sparen will.» Die Finanzkontrolle habe den Kanton im letzten November über ihren Schritt informiert. Staatsrat Steiert geht im Moment nicht davon aus, dass das Projekt in Posieux gefährdet sein könnte.

Der Bundesrat entschied 2011, den Standort des Instituts für Lebensmittelwissenschaften von Liebefeld nach Posieux zu ver­legen. 170 Arbeitsplätze waren angekündigt. Später kamen 60 dazu. Im März 2015 sprach der Grosse Rat einen Verpflichtungskredit von 65,8 Millionen Franken. Bauherr ist der Kanton Freiburg. Der Bund wird während 25 Jahren Mieter sein.

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