Als Erich Hess um Geld bettelte

Die Loubegaffer schauen hin, hören zu und rapportieren, was unter den Berner Lauben zu reden gibt.

Ein Bild aus der Mottenkiste: Alt-SVP-Stadtrat Simon Glauser und der heutige Nationalrat Erich Hess bettelten anno 1999 um Geld für den Nationalratswahlkampf.

Ein Bild aus der Mottenkiste: Alt-SVP-Stadtrat Simon Glauser und der heutige Nationalrat Erich Hess bettelten anno 1999 um Geld für den Nationalratswahlkampf.

(Bild: PD)

Der frühere SVP-Stadtrat Simon Glauser ist mit seiner Familie vor einigen Jahren nach Jegenstorf gezogen. Dort ist er politisch nicht mehr wirklich aktiv, wenn auch nicht ganz freiwillig. Er scheiterte mit einer Kandidatur in den Gemeinderat. Treu geblieben ist er jedoch als Sänger der Berner Stadtratsband Fraktionszwang, die soeben im Beizli der Eisbahn auf dem Bundesplatz ein viel umjubeltes Konzert gab. Nun ist ein 20 Jahre altes Foto aufgetaucht, das Glauser mit seinem Parteikollegen Erich Hess zeigt. Die beiden sammelten anno 1999 unter Berns Lauben als krawattierte Bettler Geld für die Nationalratswahlen. Immerhin hat es Erich Hess – wenn auch erst viele Jahre später – ins nationale Parlament geschafft. Vielleicht auch dank «Anschieber» Glauser.

Es geht musikalisch weiter: Das mittlerweile 34 Jahre alte musikalisch-komödiantische Duo Immerblau, bestehend aus Felix Egli und Christian Zingg, hat über die Festtage verkündet, dass es in diesem Jahr mit einem neuen Programm aufwarten wird. Dieses startet am 7. November im Katakömbli in Bern. Was die Fans ebenfalls freuen dürfte: Das Duo Immerblau hat soeben, 17 Jahre nach dem Release, die Kult-CD «Bläuling» auf der eigenen Website gratis für alle zugänglich gemacht. Dies haben Egli und Zingg in einem Video, das sie mit einem Selfie-Stick drehten, kundgetan. Diese unsäglichen Sticks bezeichnen die Loubegaffer übrigens lieber als Deppen-Zepter.

Wir bleiben bei der Musik, wechseln aber in den klassischen Bereich. An einem ungewöhnlichen Ort geben die Violinistin und Wahlbernerin Gwendolyn Masin und der Berner Pianist Simon Bucher im Januar mehrere Konzerte: im Schaufenster des Warenhauses Loeb. Auch das Publikum wird im Schaufenster Platz nehmen. 30 Personen sind pro Konzert zugelassen. Passantinnen und Passanten, welche es nicht ins Schaufenster schaffen, können die jeweils rund 15-minütigen Auftritte durchs Fenster hindurch verfolgen. Oder per Livestream von zu Hause aus dabei sein. Die Schaufensterkonzerte finden am 10. und 11. Januar um 17.30, 18 und 19 Uhr sowie am 12. Januar um 11, 12 und 12.30 Uhr statt.

Noch etwas länger gedulden muss man sich für die Konzerte auf hoher See der 8. Rock & Blues Cruise. Organisiert wird das grösste Schweizer Musikfestival auf dem Meer von Nik Eugster. Cruise-Gründer Schämpu Schär sitzt im Verwaltungsrat. Obwohl die MSC Sinfonia erst am 19. September 2020 in See stechen wird, beginnt der Kabinenverkauf bereits heute. Die Mittelmeer-Kreuzfahrt dauert bis am 26. September 2020. Auf den verschiedenen Bühnen des Schiffs werden zahlreiche internationale und nationale Musikacts auftreten. Als erste Band haben die Veranstalter Sister Sledge angekündigt. Entsprechend ihrem grössten Hit lautet auch das Motto der 8. Rock & Blues Cruise: «We are Family».

Musik ab Konserve ist im In-Club Du Théâtre von Geschäftsführer Tereq Timmers angesagt. Bei den Partys fällt auf: Frauen bezahlen kaum jemals Eintritt, jedenfalls wenn sie frühzeitig den Gang ins Düdü antreten. Freier Eintritt bis 23 Uhr oder freier Eintritt bis 23.30 Uhr, heisst es dann jeweils für die Frauenwelt. Ein spezielles Angebot ist den Loubegafferinnen für diesen Freitag aufgefallen. Der Eintritt für die Afro-Latin-Party mit DJ Tierrez (Start: 23 Uhr) ist für Frauen, die bis 23.30 Uhr im Düdü erscheinen, wiederum gratis. Aber Achtung: Das gilt nur für Damen, die ohne (!) High Heels erscheinen!

stadtbern@bernerzeitung.ch

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