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Als sich die Buben aufs Dach gaben

Es gab eine Zeit, als sich Bätterkinder und Utzenstorfer Burschen in den Haaren lagen: Schimpfworte und Steine flogen über die Emme. Heute ist das Kriegsbeil begraben – und die beiden Gemeinden denken gar über eine Fusion nach.

Max Spring

Schulfrei. Auf der einen Seite der Emme spielen die Utzenstorfer, auf der anderen Seite die Bätterkinder. Es sind Buben im Alter von circa 10 bis 14 Jahren. Sie buddeln im sandigen Boden des Schachens Höhlen, bauen Erdhütten. Und manchmal treffen die beiden Gruppen aufeinander. Bätterkinder und Utzenstorfer Kinder stehen sich gegenüber. Zwei verfeindete Lager, der Streit nimmt seinen Lauf. «Soucheibe» tönt es etwa, weitere wüste Worte rufen sie einander über die Emme zu. Plötzlich fliegen Steine, Steinschleudern und Pfeilbogen werden zu Hilfe genommen. Der Streit spitzt sich zu. Die Stärkeren, diesmal sind es die Utzenstorfer, waten hinüber. Die Bätterkinder kriegen es mit der Angst zu tun. Sie ergreifen die Flucht, rennen, was das Zeug hält, ins Dorf und verstecken sich.

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