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Vier Plätze sollen besonders sicher werden

In der Stadt Bern sollen Bundes-, Bären-, Waisenhaus- und Münsterplatz künftig besser geschützt werden. Gleichzeitig sollen die neuen Lösungen ästhetischer sein.

Betonelemente sollen auch künftig eingesetzt werden. Für ausgewählte Plätze prüft die Stadt aber neue Lösungen.
Betonelemente sollen auch künftig eingesetzt werden. Für ausgewählte Plätze prüft die Stadt aber neue Lösungen.
Adrian Moser

In den vergangenen Jahren kam es in verschiedenen Städten zu Attentaten, bei denen die Täter mit Motorfahrzeugen in Menschenmengen fuhren. Die Stadt Bern hat darauf längst reagiert, wuchtige Betonelemente sind für Passantinnen und Passanten im Umfeld grösserer öffentlicher Anlässe inzwischen ein vertrauter Anblick.

In mittel- bis langfristiger Perspektive will der Gemeinderat nun aber für die «wichtigsten und meistfrequentierten Veranstaltungsplätze» neue Lösungen finden, «die besser in das Stadtbild passen und einen höheren Schutz bieten». Wie die Stadtregierung gestern mitteilte, haben dabei Bundes-, Bären-, Waisenhaus- und Münsterplatz oberste Priorität.

Poller anstatt Betonelemente

Laut Reto Nause (CVP), dem städtischen Sicherheitsdirektor, sollen diese vier Perimeter künftig auch effizienter geschützt werden können. Statt im Falle des Bundesplatzes fast im Wochentakt schwere Elemente hinstellen und wieder wegräumen zu müssen, seien bei Sperren im Strassenraum etwa versenkbare Poller denkbar.

Bei Plätzen, die anders als jener vor dem Bundeshaus nicht auch noch eine wichtige Verkehrsader sind, könnten dagegen massive Blumentöpfe oder Sitzbänke als schützende Einrichtung platziert werden. «Solche Lösungen sind optisch attraktiv und laden vielleicht gar zum Verweilen ein», sagt Nause. «Gleichzeitig würden sie auf unseren belebtesten Plätzen die Sicherheit erhöhen.»

«Wir wollen allen spezifischenBegebenheitengerecht werden.»

Reto Nause

Seine Direktion sondiere laufend die Möglichkeiten, wie Menschen im öffentlichen Raum gegen Attentate und Unfälle geschützt werden können, so Nause. Jetzt habe der Gemeinderat entschieden, wo der Schutz verbessert werden soll. Sicherheitsdirektion und Tiefbauamt werden dies nun weiter abklären, damit die Stadtregierung einen Projektierungskredit verabschieden und schliesslich dem Parlament einen Baukredit vorlegen könne. «Bei dieser Gelegenheit soll sich auch der Stadtrat vertieft über Sicherheit und Schutz im öffentlichen Raum unterhalten», sagt Nause.

«Wir wollen massvoll vorgehen»

Neben der beabsichtigten Kombination schnell aktivierbarer Sperren mit fest installierten Einrichtungen werde die Stadt auch künftig nicht auf die bekannten Betonelemente verzichten. «Wir wollen massvoll vorgehen und in jedem Fall den spezifischen Begebenheiten gerecht werden.» Bei der Spitalgasse etwa, bei der ein erhöhter Schutz nur gerade am Zibelemärit realisierbar sei, bleibe es wohl bei der heutigen mobilen Lösung.

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