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Antika-Anhänger demonstrierten lautstark in Bern

Die Demo der Anti-Kapitalismus-Kampagne (Antika) verlief ohne Ausschreitungen. Obwohl die Kundgebung quer durch die Innenstadt führte, musste die Polizei nicht einschreiten. Die Demo ging schliesslich bei der Reitschule zu Ende.

Jimy Hofer wird bei seinem Versuch, die unbewilligte Demo vom Samstag aufzuhalten, beim Bollwerk mit einer Ladung Reizstoff vertrieben.
Jimy Hofer wird bei seinem Versuch, die unbewilligte Demo vom Samstag aufzuhalten, beim Bollwerk mit einer Ladung Reizstoff vertrieben.
Raphael Moser
Rolf Zbinden entrollt auf dem Bahnhofplatz ein Transparent und marschiert anschliessend mit den teilweise vermummten Demonstranten mit.
Rolf Zbinden entrollt auf dem Bahnhofplatz ein Transparent und marschiert anschliessend mit den teilweise vermummten Demonstranten mit.
Walter Pfäffli
Die Demonstration endete bei der Reitschule.
Die Demonstration endete bei der Reitschule.
Jessica Zuber
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Rund 100 Personen haben am Samstagnachmittag in Bern lautstark gegen den Kapitalismus demonstriert. Sie zogen mit Knallpetarden, Bengalfackeln und dröhnender Musik durch die Innenstadt. Dort kam es auch zu einem Zwischenfall.

Zwei Personen wurden am Rande der Demonstration mit Pfefferspray attackiert, wie Michael Fichter, Sprecher der Kantonspolizei Bern, auf Anfrage sagte. Dies geschah zu Beginn der Kundgebung. Weitere Angaben konnte Fichter dazu nicht machen.

Keine Sachschäden

Grössere Sachschäden blieben laut Fichter bis zum Samstagabend aber aus. An der Demonstration gab es ausserdem Personenkontrollen.

Die meisten Teilnehmer der Kundgebung waren schwarz gekleidet und vermummt. Auf einem grossen Transparent prangte eines der Mottos der Demonstration: «In Bewegung bleiben, Kapitalismus abschaffen.» Mehrmals hielt der Demonstrationszug mitten in der Berner Altstadt an. Dann hielt einer der Teilnehmer eine kurze Rede via Megaphon.

Zahlreiche Schaulustige

Die Kundgebung fand noch während der Öffnungszeiten der Geschäfte in der Berner Innenstadt statt. Dementsprechend waren besonders viele Passanten unterwegs. Zahlreiche Schaulustige blieben stehen und schauten dem Treiben in der Berner Altstadt zu.

Der Demonstrationszug war zwar nicht gross, dafür aber laut: Immer wieder feuerten die Kundgebungsteilnehmer ohrenbetäubende Petarden ab. Die Bengalfackeln nebelten mitunter die Gassen der Altstadt mit dichtem Rauch ein. Untermalt wurde das Ganze von Musik aus den Lautsprechern eines Kleinbusses der Demonstrierenden. Auch der öffentliche Verkehr wurde teilweise behindert.

Die Demonstrierenden beendeten ihre Kundgebung nach fast zwei Stunden in der Berner Reitschule.

Unbewilligte Demonstration

Noch am Freitag wurden diverse Fensterfronten im Bollwerk verbarrikadiert um möglichen Sachbeschädigungen vorzubeugen. Marc Heeb von der Gewerbepolizei sagte gegenüber der Berner Zeitung, dass die Demonstration unbewilligt sei und er zudem nicht einmal über eine Kontaktnummer seitens der Demonstranten verfüge. Die Stadt Bern vernahm früh von der geplanten Demonstration und bot als Sicherheitsmassnahme genügend Polizei auf. «Diese Kundgebung steht auf unserem Radar», so Sicherheitsdirektor Reto Nause.

Unbekannte Urheber

Die Antika Organsiation rief bereits vor einer Woche zur Demonstration auf. Angekündigt wurde seitens der Kampagne eine «lautstarke» Demonstration, die auf das «menschenfeindliche System Kapitalismus» aufmerksam machen will.

Wer genau die Urheber der Antika sind, ist nicht bekannt. Auch das «Bündnis Alle gegen Rechts» ruft auf seiner Webseite zur Demonstration auf. Das Kollektiv war in den letzten Jahren für die Organisation der antifaschistischen Abendspaziergänge verantwortlich. Die beiden Abendspaziergänge in den letzten beiden Jahren verliefen verhältnismässig ruhig.

SDA/jzu

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