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Anwohner wehren sich gegen Huperei

Hupende Züge bei einem unbewachten Bahnübergang sorgen für rote Köpfe: Eine Gruppe von Anwohnern hat nun eine Petition mit 154 Unterschriften gegen die Huperei eingereicht.

Bei unbewachten Bahnübergängen müssen sich Züge durch Hupen bemerkbar machen.
Bei unbewachten Bahnübergängen müssen sich Züge durch Hupen bemerkbar machen.
Charles Ellena/FN

Rund 3000-mal im Monat hupen die TPF- und BLS-Züge auf der Strecke zwischen Muntelier und Murten. Und sie schrecken jedes Mal einen Teil der Anwohner auf. Einige von ihnen haben die Nase voll. 154 Bürger von Muntelier haben eine Petition unterschrieben, wonach das Hupsignal der Züge zwischen Muntelier und Murten aufgehoben werden soll. Bei der gestrigen Unterschriftenübergabe an den Gemeinderat erklärte Ursula Zwahlen vom Petitionskomitee, dass es nächstes Jahr wohl noch schlimmer werde: Denn dann würden die TPF-Züge zwischen Freiburg und Neuenburg im Halbstundentakt verkehren.

Unbewachter Übergang

Das Problem ist ein unbewachter Bahnübergang zwischen Muntelier und Murten. Bei solchen müssen sich die Züge beim Vorbeifahren mit einem Hupsignal ankünden. «Jeder Pfiff widerhallt dabei im Quartier und schreckt die Anwohner auf», sagte Marc Berli, Mitinitiant der Petition. «Obwohl die Bahnübergänge laut Bundesamt für Verkehr bis Ende 2014 hätten saniert werden sollen, warten die Bürger von Muntelier bisher vergebens.» Trotz vieler Versprechen des Bauamtes Murten, des Gemeinderates von Muntelier sowie der Verantwortlichen der Bahn, wie die Petitionäre betonten.

Eine attraktive Umgebung lädt dazu ein, die Freizeit in der Nähe zu verbringen. Und nicht für jede Aktivität wegzufahren.

Als gutes Beispiel nannten sie das Quartier Long Venez in Murten: Dort wurde 2012 informiert und eine Lösung gefunden.

Kaum benutzt

Der Bahnübergang in Muntelier wird von einem einzigen Landwirt benutzt. Er benötigt ihn, um seine Schafe auf die Weide zu bringen. «Nur der Landbesitzer besitzt einen Schlüssel, um die Tore zu öffnen. Ohne seinen Schlüssel kann niemand die Bahngleise überqueren», hielten die Petitionäre fest. Für sie sei es deshalb nicht nachvollziehbar, dass keine Lösung gefunden werden konnte.

Nach Worten von Marc Berli gibt es offensichtlich auch Lösungen, die nicht unbedingt Schranken benötigten. Er dachte dabei an ein Andreaskreuz, womit die Vorschriften der Bahn erfüllt ­wären.

Auf Murtner Boden

Erschwerend hinzu kommt, dass der fragliche Bahnübergang nicht auf dem Boden der Gemeinde Muntelier liegt, sondern jenem der Gemeinde Murten. «Ich habe schon mehrmals mit dem Verantwortlichen des Bauamtes Murten gesprochen», sagte Pascal Pörner, Gemeindepräsident von Muntelier.

Dabei geht es auch um einen geplanten Weg zwischen Muntelier und Murten entlang der Bahnlinie. Mit einer neuen Wegführung müsste der Bahnübergang nicht mehr benutzt werden. Laut Gemeindepräsident ist Murten mit dem Landbesitzer in Verhandlung. «Das Bauamt gibt sich optimistisch, dass bald eine Lösung gefunden und der Weg öffentlich aufgelegt werden wird», sagte er, was auch die Sicherheit der Kinder, die diesen Weg benutzen werden, stark erhöhen ­würde.

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