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Armasuisse findet keine Lösung für das Berghaus Gurnigel

Armasuisse will das Berghaus Gurnigel ­abgeben. Doch der Verkauf ist gescheitert. Der Tourismusverein und die Gemeinde ­hoffen, dass das Restaurant nicht geschlossen wird.

Im Berghaus Gurnigel ­führt zurzeit das Innerschweizer Catering-Unternehmen Schöpfer den Betrieb. Ob es im Berghaus auch künftig ein Restaurant gibt, ist ungewiss.
Im Berghaus Gurnigel ­führt zurzeit das Innerschweizer Catering-Unternehmen Schöpfer den Betrieb. Ob es im Berghaus auch künftig ein Restaurant gibt, ist ungewiss.
Andreas Blatter

Das Bundesamt für Rüstung (Armasuisse) wollte das Berghaus Gurnigel in der Gemeinde Riggisberg verkaufen. Doch die Ausschreibung hierfür wurde nun ergebnislos abgebrochen: «Die Angebote enthielten Bedingungen und Vorbehalte», teilt Arma­suisse mit. «Diese Vorbehalte widersprachen dem Verkaufsverfahren, und es konnte kein Zuschlag erteilt werden.» Der Bund habe deshalb beschlossen, das Verfahren abzubrechen.

Unbefristete Zwischenlösung

Das Wirtepaar Anita und Ueli Thierstein führte das Restaurant und die Herberge während 44 Jahren. Seit ihrer Pensionierung Ende März führt das Innerschweizer Cateringunternehmen Schöpfer den Betrieb im Berghaus. Dabei handele es sich um eine Zwischenlösung, sagt der Geschäftsführer des Unternehmens André Schöpfer. Allerdings bestünde die Möglichkeit, dass die Zwischenlösung anhält.

Das Bundesamt für Rüstung scheint noch nicht zu wissen, wie es mit dem Berghaus Gurnigel weiter verfahren soll. «Es wird nach Möglichkeiten gesucht, den Betrieb sicherzustellen», so die Auskunft der Medienstelle. Zurzeit stehe im Raum, ob das Berghaus im Rahmen eines selbstständigen und dauernden Baurechts abgetreten werden soll. «In diesem Zusammenhang laufen Gespräche mit der IG Berghaus.»

Die Interessengemeinschaft (IG) Berghaus meldete bereits im Frühjahr Interesse für eine Übernahme des Berghauses an. Ihr Projekt sah neben Restauration und Übernachtungsmöglichkeiten Angebote im Bereich Sport und Freizeit sowie eine Schaukäserei vor.

«Wegfall wäre katastrophal»

Aus der Sicht von Adolf Kaeser, Direktor von Schwarzsee Tourismus und Mitglied der IG, ist auf dem Gurnigel ein Neuanfang notwendig. «Wenn die Restaurationsbetriebe und die Beherbergungsangebote wegfallen, wäre das katastrophal. Viele Berghäuser in der Gegend sind bereits geschlossen.» Das Berghaus Gurnigel sei für die Region «äusserst wichtig», sagt auch der Gemeindepräsident von Riggisberg Michael Bürki.

Dass der Verkauf der Liegenschaft gescheitert ist, bewertet Bürki als «nicht unbedingt negativ». Jetzt bestehe wieder die Möglichkeit, über eine Abgabe im Baurecht zu diskutieren. Die Sorge der Gemeinde sei, dass ein Investor das Berghaus kaufe, der es dann nur für Konferenzen und Tagungen nutze.

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