Zum Hauptinhalt springen

Auch Bern erwartet Anstieg

Auch der Stadtberner Sozialdienst spürt erst die Vorboten der Wirtschaftskrise. Mitte Jahr soll sich die Situation verschärfen.

Vor drei Monaten präsentierte die Stadtberner Sozialdirektorin Edith Olibet (SP) letztmals aktuelle Zahlen zur Sozialhilfe. Die damals gemachten Erkenntnisse decken sich mit jenen des Könizer Sozialvorstehers Ueli Studer: Die Wirtschaftskrise ist noch nicht in der Sozialhilfe angekommen, aber sie klopft bereits an die Tür.

Ende September 2009 bearbeitete der Stadtberner Sozialdienst 3239 Dossiers. Zum selben Zeitpunkt des Vorjahrs waren es mit 3333 annähernd gleich viele. Auch die Zahl der neu eröffneten Dossiers war in den beiden Vergleichsjahren auf fast demselben Niveau: Ende September 2009 waren es 830, ein Jahr vorher 812.

Diese stabilen Zahlen werden darauf zurückgeführt, dass die Stadt Bern – wie übrigens die Gemeinde Köniz auch – als Verwaltungsstandort eine Krise mit Verzögerung und bloss abgeschwächt spürt. Doch spurlos wird die aktuelle Krise nicht an Bern vorbeigehen: So rechnete Edith Olibet im letzten November vor, dass die Neueintritte in die Sozialhilfe Mitte 2010 «deutlich» zunehmen werden. Momentan befinden sich die «Opfer» der Wirtschaftskrise noch in den «vorgelagerten sozialen Sicherungssystemen», insbesondere der Arbeitslosenversicherung. Erst wenn der Anspruch auf Arbeitslosengeld verwirkt und jemand ausgesteuert wird, kommt die Sozialhilfe als letztes Netz zum Tragen.

Indizien, dass die Sozialhilfe dieses Jahr stärker belastet wird, gibt es bereits in den aktuellen Zahlen: So konnten per Ende September 2009 nur 718 Fälle abgeschlossen werden. Ein Jahr vorher waren es 809. Wie in Köniz schafften auch in Bern weniger Sozialhilfebezüger den Sprung zurück in die Arbeitswelt – und zwar in markantem Ausmass: Die Quote der Wiedereinsteiger sank von 45,5 Prozent auf magere 33,4 Prozent.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch