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Auch Kirchdorf hat jetzt einen von Graffenried

Der erste Gemeindepräsident der neuen Gemeinde Kirchdorf heisst Eric von Graffenried. Er setzte sich gegen Markus Schneider durch.

Eric von Graffenried (parteilos) ist neuer Gemeindepräsident der fusionierten Gemeinde Kirchdorf.
Eric von Graffenried (parteilos) ist neuer Gemeindepräsident der fusionierten Gemeinde Kirchdorf.
zvg

Der zweitbekannteste Politiker in der Region Bern namens von Graffenried heisst mit Vornamen Eric. Am Sonntag wurde er zum Gemeindepräsidenten der neuen Gemeinde Kirchdorf gewählt. Auf das nächste Jahr hin schliessen sich Kirchdorf, Gelterfingen, Mühledorf und Noflen zusammen.

Den bekanntesten von Graffenried, Berns Stadtpräsidenten Alec, kennt er bestens. «Wir sind Cousins, etwa gleich alt und verstehen uns sehr gut.»Von Graffenried (parteilos) erzielte fast viermal mehr Stimmen als Kontrahent Markus Schneider (parteilos). «Das klare Resultat überrascht mich», sagt er. «Ich freue mich über das Vertrauen, das die Wähler aus den vier Gemeinden in mich setzen.»

«Zügig anpacken»

Von Graffenried ist selbstständiger Fürsprecher und Notar und seit acht Jahren Gemeindepräsident von Mühledorf. Der erste Präsident der neuen Gemeinde kommt also nicht aus dem klar grössten Ortsteil Kirchdorf. «Ich könnte mir vorstellen, dass die Einwohner der drei kleinen Dörfer deswegen nicht traurig sind.»

Er fühle sich aber überall daheim. Die wichtigste Aufgabe für ihn werde es jetzt sein, die vier ­Ortsteile organisatorisch zu ei­ner Einheit zusammenzuführen. «Wir wollen diese Arbeit zügig anpacken und nicht in die Länge ziehen, damit wir bald zur Tagesordnung übergehen können.»

Der unterlegene Schneider nahm die Niederlage gelassen hin. «Ich bin überhaupt nicht enttäuscht», sagte er, damit habe er gerechnet. Dass er aus dem grössten Ortsteil komme, habe keine Rolle gespielt und für ihn nicht einen Vorteil bedeutet. «Wir liegen ja so nah beieinander.»

Ebenso wenig sieht er seinen Austritt aus der SVP Kirchdorf vor drei Jahren als Grund für die Nichtwahl. Es sei eine Person und nicht eine Partei gewählt worden. Aus­serdem sagt er: «Die SVP ist mittlerweile nicht mehr die stärkste Kraft.»

Stierli rückt nach

Das Ergebnis der Präsidiumswahl hatte Auswirkungen auf die Gemeinderatswahl, die im Majorzverfahren durchgeführt wurde. Im Gegensatz zu Schneider hatte von Graffenried auch für den Rat kandidiert – neben ihm aber nur sechs weitere Personen. So galten sie alle als gewählt. Davon profitierte Sylvie Stierli, die am wenigsten Stimmen erzielt hatte.Resultate

Gemeindepräsident: Gewählt: Eric von Graffenried (Mühledorf/parteilos), 512 Stimmen. Nicht gewählt: Markus Schneider (Kirchdorf/parteilos), 138.

Gemeinderat: Gewählt: Priska Brönnimann (Noflen/Forum), 535; Samuel Moser (Kirchdorf/Forum), 526; Urs Kunz (Kirchdorf/SVP), 460; Alex Röthlisberger (Noflen/SVP), 438; Therese Reusser (Noflen/parteilos), 429; Sylvie Stierli (Kirchdorf/Forum), 378; Eric von Graffenried, 501, als Präsident gewählt. Stimmbeteiligung: 49,52 Prozent.

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