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Amok-Alarm für wenig Geld

Die Vorortsgemeinde kanns für nur 100 000 Franken: Köniz wendet für den Amok-Alarm an den Schulen viel weniger Geld auf als Bern.

Nach Bern wappnen sich nun auch die Schulen in der Nachbargemeinde gegen Amokläufer.
Nach Bern wappnen sich nun auch die Schulen in der Nachbargemeinde gegen Amokläufer.
Andreas Blatter

Hoffentlich macht es Köniz besser als das benachbarte Bern. Wer gestern Energy Bern hörte, kam unweigerlich auf diesen Gedanken: Der private Radiosender berichtete, Köniz rüste seine rund 600 Schulzimmer mit einem ­sogenannten Amok-Alarm aus. Das System basiere auf gewöhnlichen Telefongeräten, über die in Notsituationen Lehrer wie Schüler Alarm schlagen könnten. Je nach Ereignis kämen unterschiedliche Codes zum Zug. Die Empfänger könnten nur den ­Hörer abheben und erhielten dann spezifische Verhaltensanweisungen für genau diesen Fall.

Knapp 100 000 Franken steckt Köniz in dieses neue System. Verglichen mit dem, was die Nachbarn vor zwei Jahren investiert haben, sieht das wie ein Klacks aus: Die Stadt wendete für gerade mal zweieinhalbmal so viele Schulzimmer satte 3 Millionen Franken auf.

Für Schlagzeilen sorgte aber vor allem, dass der Berner Amok-Alarm auf einer alten Technologie basiert und, kaum installiert, schon wieder aufgerüstet werden muss. Zudem kam die Instruktion der Lehrkräfte nicht richtig vom Fleck. Der zuständige ­Sicherheitsbeauftragte kündigte Anfang Jahr seine Anstellung bei der Stadt und wechselte in die Privatwirtschaft.

Dass die Situation in Köniz völlig anders ist, verdeutlichte gestern auf Nachfrage Gemeinderat Hans-Peter Kohler: Der Alarm sei Teil eines grösseren Pakets. Konkret: Der alte Gemeinderat habe noch im letzten Jahr beschlossen, die Telefonie an den Schulen für knapp 600 000 Franken auf die neue, internetbasierte Technologie umzustellen. Das mache die vergleichsweise günstige Lösung erst möglich und garantiere überdies den aktuellen technischen Stand.

SDA/mb

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