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Autonomisten feiern Jahrestag mit«Fest der Freiheit»

Die projurassischen Autonomisten wollen den Jahrestag der Moutier-Abstimmung am 16. Juni feiern. Es sei alles Nötige getan worden, dass es friedlich bleibt.

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Am 18. Juni 2017 stimmte eine hauchdünne Mehrheit der Stimmbevölkerung von Moutier für einen Wechsel zum Kanton Jura.
Am 18. Juni 2017 stimmte eine hauchdünne Mehrheit der Stimmbevölkerung von Moutier für einen Wechsel zum Kanton Jura.
Enrique Muñoz García

Die Anhänger der projurassischen Autonomisten wollen am 16. Juni in Moutier den Jahrestag ihrer siegreichen Abstimmung feiern. Damals entschied sich eine hauchdünne Mehrheit für einen Wechsel des Städtchens vom Kanton Bern zum Kanton Jura.

Das «Fest der Freiheit» soll nicht in erster Linie politisch, sondern eben festlich sein. «Wir setzen uns dafür ein, dass es ein schönes, friedliches Fest für alle wird», sagte Mylène Jolidon vom Organisationskomitee am Freitag. «Wir wollen vorwärts schauen und Moutier ein positives Image verleihen.»

Der politische Teil der Feierlichkeiten soll kurz und symbolisch sein. Der Stadtpräsident von Moutier und ein Vertreter des Komitees «Moutier ville jurassienne» werden sich ans Volk wenden. Die Feier beginnt um 19 Uhr. Auf dem Programm stehen vor allem Unterhaltung und Konzerte.

«Für uns ist der 18. Juni 2017 kein jurassischer Sieg über Bern, kein Sieg eines Lagers über das andere», wie Cédric Erard vom Organisationskomitee ausführte. «Der 18. Juni ist für uns einfach ein Tag mit unvergesslichen Erinnerungen.»

Nachdem sich im Juni vor einem Jahr die Bevölkerung von Moutier hauchdünn für einen Kantonswechsel ausgesprochen hatte, stieg im bernjurassischen Städtchen eine riesige Sause.

Neben der einheimischen Bevölkerung strömten Tausende aus der Region und den benachbarten Kanton Jura die Innenstadt von Moutier und feierten ausgelassen. Aus dem Brunnen vor dem Stadthaus floss der alkoholhaltige «Jus du Bélier», ein Getränk dem vor allem die Autonomisten frönen.

Die Stadt war ein einziges rotweisses Jurafahnen-Meer. Autokorsos hupten durch die Strassen und wildfremde Menschen lagen sich lachend und vor Rührung weinend in den Armen.

Dass es am kommenden 16. Juni friedlich bleibt und nicht zu Zusammenstössen zwischen den pro Bernern und den Autonomisten kommt, haben die Organisatoren nach eigenen Angaben alle nötigen Sicherheitsmassnahmen ergriffen. «Wir wollen nicht, dass das Fest ausartet», betonte Erard. Gegen die Jura-Abstimmung vom 18. Juni 2017 sind nach wie vor Beschwerden hängig.

(SDA)

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