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Bären, Boxer und Hockeystars bescheren Bern ein Betten-Hoch

Die Tourismusstadt Bern hat 2009 das fünfte Rekordergebnis in Serie verbuchen können. 681'267 Logiernächte wurden letztes Jahr registriert, wie Bern Tourismus am Mittwoch vor den Medien bekanntgab.

Diese Gerade sitzt: Der Boxkampf zwischen Vitali Klitschko (rechts) und Kevin Johnson brachte der Stadt Bern viele Hotelübernachtungen.
Diese Gerade sitzt: Der Boxkampf zwischen Vitali Klitschko (rechts) und Kevin Johnson brachte der Stadt Bern viele Hotelübernachtungen.
Urs Baumann

Trotz Krise habe man das Vorjahresresultat um zwei Prozent übertroffen, sagte Direktor Markus Lergier. Die durchschnittliche Zimmerauslastung lag bei 66 Prozent. «Das ist auch im internationalen Vergleich ein sehr guter Wert», sagte Lergier.

Dank der Eishockey-Weltmeisterschaft gab es im Mai eine Zunahme der Logiernächte um satte zehn Prozent. Der WM-Boxkampf Klitschko - Johnson sorgte für gute Zahlen im traditionell eher schwachen Dezember. Die Eröffnung des BärenParks verhalf Bern zudem zu weltweiten Schlagzeilen.

Trotzdem befindet sich Bern Tourismus nun in einem schwierigen Jahr, wie Lergier weiter sagte. Ein Grossanlass stehe 2010 nicht an, zudem werde der Fremdenverkehr in der Bundesstadt unter der Euro- Schwäche leiden.

Umstrittene Tourismustaxe

Der scheidende Präsident Mathias Tromp - er will sein Amt im Juni an den Grünen-Nationalrat Alec von Graffenried übergeben - wies auf die andauernde Geldknappheit bei Bern Tourismus hin. Abhilfe schaffen soll unter anderem die Einführung der Tourismusförderungsabgabe (TFA).

Die Vorlage erhielt in der Vernehmlassung gute Noten, doch der Handels- und Industrieverein lehnt die zusätzliche Steuer ab. Bern Tourismus ist dagegen der Ansicht, die TFA führe zur korrekten Beteiligung aller Nutzniesser.

So hätten 2009 die Bijouterien von den kaufkräftigen russischen Eishockey-Touristen profitiert, ohne dass Bern Tourismus etwas davon gehabt hätte, sagte Tromp. Mit der TFA würde sich auch die Luxusbranche - und andere vom Fremdenverkehr profitierende Bereiche - an den Kosten für die Tourismusförderung beteiligen.

Zu den ersten Aufgaben des neuen Präsidenten Alec von Graffenried wird gehören, dass Bern Tourismus sein Tätigkeitsfeld geographisch erweitert. Denn unter dem Label «Destination BERN» ist der Verein neu nicht nur für Stadt Bern und Umgebung, sondern auch für die Regionen Emmental, Gantrisch, Laupen und Oberaargau zuständig.

SDA

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