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Baubewilligung für «Entflechtung Wylerfeld»

Das Bundesamt für Verkehr bewilligt der SBB das Grossprojekt mit Tunnel im Wylerfeld. Im Moment verkehren an diesem Knotenpunkt 900 Züge pro Tag.

Das Wylerfeld wird während sieben Jahren zur Grossbaustelle. Danach fährt ein Teil der Züge durch einen Tunnel.
Das Wylerfeld wird während sieben Jahren zur Grossbaustelle. Danach fährt ein Teil der Züge durch einen Tunnel.
Andreas Blatter

Die SBB kann im Osten der Stadt Bern einen Bahnengpass beheben: Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat den Bundesbahnen die Baubewilligung für die sogenannte «Entflechtung Wylerfeld» erteilt.

Gemeint ist mit diesem Begriff ein Tunnel, der im Berner Wylerfeld die Züge in Richtung Berner Oberland unter drei bestehenden Gleisen hindurch führt und so die heute bestehenden Kreuzungskonflikte entschärft. Laufen doch in diesem Quartier im Osten Bern die viel befahrenen Bahnstrecken Olten-Bern, Biel-Bern und Thun-Bern zusammen, auf denen täglich 900 Züge verkehren.

Die SBB bezeichnet die Entflechtung Wylerfeld in einer Mitteilung vom Donnerstag als «Schlüsselprojekt für mehr Verbindungen und Pünktlichkeit». Er schafft laut den Bundesbahnen unter anderem die Voraussetzungen, um ab Ende 2022 zur Hauptverkehrszeit zusätzliche Entlastungszüge zwischen Bern und Thun einzuführen.

Im Fernverkehr ermöglicht er die Wiedereinführung der touristisch wichtigen Direktverbindungen zwischen Zürich-Flughafen und Interlaken.

Die Bauarbeiten kosten rund 270 Millionen Franken. Den grössten Teil davon trägt der Bund, die bernische Kantonsregierung bewilligte Ende Oktober einen Kantonsbeitrag von rund 57 Millionen Franken. Die SBB beginnt mit den Vorarbeiten am 4. Januar.

Auch Bauarbeiten im Bahnhof Wankdorf

Im Zusammenhang mit der Entflechtung Wylerfeld bauen die Bundesbahnen auch den Bahnhof Bern-Wankdorf aus. Dort entsteht ein neues Aussenperron auf der südlichen Seite. Vom Max-Daetwyler-Platz aus können so künftig Reisende direkt in die Züge Richtung Bern einsteigen.

Auch werden Bauarbeiter das Mittelperron verbreitern und gemäss den Vorgaben des Behindertengleichstellungsgesetzes umgestalten. Reisende mit eingeschränkter Mobilität werden so künftig komfortabler in die Züge gelangen.

Für die Entflechtung Wylerfeld muss die SBB zudem die beiden Brücken an der Scheibenstrasse und der Stauffacherstrasse abbrechen und neu bauen. Die heutige Spannweite ist zu gering, wie die SBB schon bei der öffentlichen Auflage der Pläne im Frühsommer 2014 sagte.

SDA/abe

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