Zum Hauptinhalt springen

Bauer vor Bundesgericht abgeblitzt

Ein Landwirt aus Vogelshus plante, seinen Betrieb mit einer Schweinemasthalle zu ergänzen. Das Verwaltungsgericht bestätigte eine Einsprache. Jetzt ist der Bauer mit seiner Beschwerde auch vor Bundesgericht abgeblitzt.

Im Weiler Vogelshus bei Bösingen darf keine Schweinemasthalle gebaut werden. Das Bundesgericht bestätigte einen Entscheid des Freiburger Verwaltungsgerichts vom Februar 2008. Damit ist dieser endgültig. Damals reichten der Deutschfreiburger Heimatkundeverein, der Schweizer Heimatschutz sowie Nachbarn gegen den geplanten Bau Einsprache ein. Sie verwiesen auf die Schutzwürdigkeit des Weilers. Vogelshus befindet sich im Ortsbildschutzperimeter der Gemeinde Bösingen. Zudem rügten die Einsprecher eine Verletzung des Gesetztes zum Schutz der Kulturgüter. Das benachbarte Herrenhaus befinde sich im schweizerischen Inventar der Kulturgüter von nationaler und regionaler Bedeutung.

Bereits grosse Bauten

Der Landwirt akzeptierte diese Argumente nicht. Das Ortsbild werde nicht beeinträchtigt. Vogelshus werde durch grosse Bauten geprägt. Doch die Einsprecher erhielten Recht. «Der Schweinemaststall würde zu einer grossen Beeinträchtigung der Umgebung führen. In seinen Dimensionen wird er wie ein Fremdkörper in einer unversehrten und schönen Landschaft wirken», hiess es im Urteil. Gegen diesen Entscheid hat der Landwirt Beschwerde beim Bundesgericht erhoben. Der Beschwerdeführer rügte eine willkürliche Anwendung des Planungs- und Baureglements der Gemeinde, der sich mit dem Ortsbildschutzperimeter befasst. Weiter rügte der Landwirt, das Verwaltungsgericht habe den Sachverhalt unvollständig und unrichtig festgestellt. Er machte geltend, die Hochspannungsleitungen in der Peripherie des Weilers Vogelshus seien nicht berücksichtigt worden.

Leitung ist weit weg

Das Bundesgericht machte in seiner Begründung klar, dass die Hochspannungsleitungen in mehreren hundert Metern Entfernung verlaufen würden. «Die Existenz eines das Ortsbild beeinträchtigenden Störfaktors hat nicht zur Folge, dass weitere störende Bauten bewilligt werden müssen», heisst es im Entscheid aus Lausanne weiter.

Er sei sehr enttäuscht und bedaure den Entscheid, sagte der Landwirt. «Man muss sich langsam fragen, was für einen Stellenwert die Lebensmittelproduktion in der Schweiz überhaupt noch hat», äusserte er seine Bedenken.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch